Altusried
Programm kommt an - doch wo sind bloß die Indianer?

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Einmal mehr hat der Alternative Markt in Altusried die Massen mobil gemacht. An zwei Tagen schob sich das Publikum meist dicht gedrängt durch die Budenstraßen. Die 170 Aussteller erfreuten sich guter Umsätze. «Selbst wenns regnet oder schneit - hier wird nicht nur gebummelt, hier wird gezielt gekauft», meinte Senfhändler und Mitorganisator Walter Feuerstein. Sudelwetter gab es beim 26. Bio-Markt nicht. Die Veranstaltung mit Kulturprogramm ging bei schönster Herbstsonne über die Bühne.

Selbst gemacht und biologisch erzeugt waren die Lebensmittel der Anbieter aus der Region. Von Stein- und Töpferwaren, Leder- und Fellprodukten bis hin zu Römertöpfen, naturbelassener Kleidung und Schmuck gab es auch sonst viel zu erkunden. An den Ständen begrüßten sich alte Bekannte: Stammkunden und Händler feierten ihr jährliches Wiedersehen. Wie Rainer Schoppe aus Biberach, der seine Duftwaren seit 1985 in Altusried feilbietet. Der Markt sei lukrativ und das Publikum ganz speziell.

Springseile selbst drehen

Auch altes Handwerk gab es zu bestaunen: Ein Glasbläser zeigte seine Kunst und beim Seiler durften die Kinder ihr Springseil selbst drehen. Für Bewirtung im Zelt der Walzlinger Schützen sorgte Hüttenwirt Jürgen Eberz. Die Kemptener Arbeitsgruppe von «Terre des hommes» verkaufte Lose zugunsten der Kinder von Mosambik.

«Sämtliche Aussteller haben jeweils einen Artikel als Gewinn gespendet», freute sich Kurt Erhard.

Auch diesmal lagen erdige Didgeridoo-Klänge in der Luft. Und die Marktbummler zeigten reges Interesse an den Instrumenten der australischen Ureinwohner. Trommelklänge der Azteken-Indianer suchten sie indes vergebens. Die Mexikaner, die als Markenzeichen des Altusrieder Herbstmarkts gelten, tauchten diesmal nicht auf. «Viele haben nach ihnen gefragt. Wir wissen auch nicht, wo sie abgeblieben sind», zuckte Organisationsleiter Thomas Unterkircher mit den Schultern. Immerhin gab ein anderer indianischer Künstler seine Gesänge zum Besten.

Eröffnet wurde der Alternative Markt am Samstag musikalisch vom Spielmannszug. Im Kulturzelt spielten die Gruppen «The Gendrix» und «Soultrouble and the Heavy Horns» auf. Gestern umrahmten die «Allgäuer Polka-Freunde» schmissig den Frühschoppen. An alte Zeiten erinnerten die Klänge von Drehorgelspieler Jürgen Laufer.

Marktereignis und Kulturprogramm - dieser Mix zieht Besucherin Teresa Urbauer aus Woringen jedes Jahr nach Altusried. «Hier ist eine ganz besondere Atmosphäre und es gibt Stände, die man woanders nicht findet.» Das mache die schwierige Parkplatzsuche wett.

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