Ostallgäu
Potenzial des Allgäus stärker nutzen

Petrus zeigte dem ersten Ostallgäuer Wanderfrühling die kalte Schulter: Fast 14 Tage gehörte Regen zum ständigen Begleiter. Dennoch fanden im Landkreis über 100 geführte Touren statt, gab es Burgenvorträge und Sonder-Veranstaltungen wie eine digitale Schatzsuche (Geo-Caching). Zum Abschluss wurde im Rahmen des Allgäuer Wandertages in Pfronten das Allgäuer Wanderlied vorgestellt: 1200 Menschen sangen dort mit Gotthilf Fischer im Chor. Landrat Johann Fleschhut zieht nach zwei Wochen «Wandern pur» ein positives Fazit der Aktion.

Trübt der Regen Ihre Bilanz?

Fleschhut: Nein. Denn unsere Erwartungen haben sich dennoch erfüllt. Insgesamt haben sich über 1000 Menschen an den geführten Wanderungen beteiligt. Und dass bei der Abschlussveranstaltung in Pfronten rund 1200 Bürger ausgelassen mit Gotthilf Fischer gefeiert haben, kann sich ebenfalls sehen lassen. Da haben wir einen echten Volltreffer gelandet.

Wie geht es mit dem Thema weiter - kann der Wanderfrühling nachhaltige Impulse geben?

Fleschhut: Mit Sicherheit. Es kamen zwar die meisten Teilnehmer aus dem Ostallgäu. Doch die beiden Wochen, die ja auch den Allgäuer Wandertag beinhalteten, haben eines klar gezeigt: Das Wandern wird von Gästen, aber auch Einheimischen unwahrscheinlich positiv aufgenommen. Das gilt nicht nur für Familien und die ältere Generation.

Was bedeutet das für die Zukunft?

Fleschhut: Wir wollen das Thema gemeinsam mit den Tourismus-Verantwortlichen der Region auf Allgäu-Ebene konsequent weiterentwickeln. Möglicherweise gibt es 2011 bereits einen Allgäuer Wanderfrühling. Außerdem wollen wir das ganze Jahr über zusätzliche geführte Wanderungen bieten. Bislang haben wir das Potenzial der Region nur bruchstückhaft ausgenutzt. Dabei haben wir hervorragende Voraussetzungen, um das Allgäu deutschlandweit ganz vorn zu platzieren. Das beginnt mit den hervorragenden Strecken und endet bei den gut 30 Wanderhotels der Region. Professioneller müssen wir aber noch bei Zertifizierung und Marketing werden.

Gotthilf Fischer scheint die Aktion ja auch gefallen zu haben

Fleschhut: Das stimmt. Ich habe schon das nächste Projekt mit ihm vereinbart. Gotthilf Fischer hat andernorts Lieder-Wanderwege kreiert, etwa auf Mallorca. Warum sollte es nicht auch bei uns gelingen, das Wandern zusätzlich zum musikalischen Erlebnis zu machen? (raf)

Zahlreiche Bilder vom Wanderfrühling-Finale gibt es im Internet: www.all-in.de/Bilder

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