Marktoberdorf
Post zieht sich aus Innenstadt zurück

Im Bereich der Poststraße von Marktoberdorf wird es in absehbarer Zeit große Veränderungen geben: Die Post zieht voraussichtlich Mitte 2010 komplett aus dem angestammten Gebäude aus und siedelt den Zustellstützpunkt in einem Neubau an der Iglauer Straße an. Aus Marktoberdorf weg zieht zudem der unmittelbar angrenzende Landmaschinenhandel an der Jahnstraße. Neuer Standort wird das Gelände der ehemaligen Futtertrocknung in Ebenhofen. Carl Singer, dem neben dem Landmaschinenhandel auch das Postgebäude gehört, plant auf dem insgesamt mehr als 2000 Quadratmeter großen Gelände Wohn- und Gewerbeflächen.

Der Stadtrat hat sich bereits mit den Bauplänen der Post einverstanden erklärt. Die Firma Hubert Schmid wird als privater Investor an der Iglauer Straße den neuen Zustellstützpunkt errichten. Dort, so erklärt Postsprecher Dieter Nawrath aus München, werden dann voraussichtlich ab Sommer 2010 die Briefe und Pakete sortiert.

Grund für den Neubau, den die Post als Mieter bezieht, sind die besseren Arbeitsabläufe: Die Sortierung ist ebenerdig, Parkplätze gibt es ausreichend. «Wir verbessern damit die Arbeitsbedingungen für die Briefträger.» Doch auch Publikumsverkehr wird in dem Neubau stattfinden. Denn die Postfächer für viele Marktoberdorfer Firmen und Privatkunden werden ebenfalls an die Iglauer Straße umziehen.

In seinem Beschluss stellte der Stadtrat fest, dass die Nutzung durch die Post den künftigen Zielen für dieses Gebiet nicht widerspricht. Denn für diesen Bereich gilt eine Veränderungssperre, bis der Bebauungsplan überarbeitet ist. Hintergrund ist, dass die Stadt dort weitere innenstadtrelevante Einzelhandelsgeschäfte verhindern will.

Landmaschinen in Ebenhofen

Für den Auto- und Landmaschinenhändler Singer eröffnen sich so neue Möglichkeiten. Voraussichtlich 2011 möchte er das Postgebäude umbauen: In der ehemaligen Schalterhalle (Hochparterre) könnten dann Flächen für Büros oder eine Praxis Platz finden. Im ersten Stock und eventuell auch unterm Dach könnten Wohnungen entstehen.

In den Wintermonaten wird der Landmaschinenhandel nach Ebenhofen umziehen. «Den Standort der früheren Futtertrocknungsanlage findet jeder Landwirt auch ohne Navi», preist Singer einen Vorteil, den dieses große Gelände bietet.

Singer will die leeren Gebäude in Marktoberdorf ansprechend umgestalten: Im jetzigen Verwaltungsbau sollen Büros einziehen, im Obergeschoss sei eine Wohnung. Oberhalb der Werkstatt - rund sechs Meter über dem Straßenniveau - will er hochwertige Wohnungen einbauen. Die Größe soll sich am Mietmarkt orientieren. Insgesamt, so Singers Vorplanungen, werden - neben den Gewerbeflächen - rund 15 Wohnungen auf dem Areal Platz finden. Dass dort Leben einkehrt, ist dem Mitglied der Lenkungsgruppe «Mitten in Marktoberdorf» ein wichtiges Anliegen. Immerhin blickt der Landmaschinenhandel auf eine Tradition seit 1892 zurück. Seit 1912 gehört die Firma den Singers.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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