Buchloe
Post vom Bund der Steuerzahler

Das wollte der Buchloer Emmerich Müller so nicht stehen lassen: Als er in der Buchloer Zeitung davon erfuhr, dass der Bund der Steuerzahler (BdSt) den Neubau des Buchloer Gymnasiums in das bundesweite Schwarzbuch als Verschwendung von Steuermitteln aufnehmen will, wandte er sich mit einer E-Mail an den BdSt. Als ehemaliger Vorsitzender des Buchloer Gewerbevereins und Beirat im Planungsverband Allgäu meinte er, man hätte eigentlich das Gymnasium auf der «grünen Wiese» in Türkheim in das Schwarzbuch aufnehmen müssen, weil die Schule inzwischen Sanierungsmillionen verschlinge, verkehrstechnisch schwierig zu erreichen sei und lange, Familien belastende Anfahrzeiten beanspruche. Die Bayerische Staatsregierung habe nun die «Fehlentscheidung früherer Jahre jugend- und familienorientiert korrigiert».

In einer schriftlichen Antwort an Müller erklärte Maria Ritch, Leiterin der Abteilung Haushalt und Kommunalpolitik beim BdSt, dass der Bund der Steuerzahler von verschiedenen Seiten auf die Errichtung eines neuen Gymnasiums in Buchloe hingewiesen worden sei. «Er hat sich daher eingehend mit der Sachlage befasst», heißt es weiter. Ritch weist auf zwei völlig unterschiedliche Schreiben aus dem Kultusministerium hin: Auf den Brief vom Februar dieses Jahres mit zunächst ablehnendem Bescheid und auf den vom Juni, in dem das Gymnasium in Buchloe schließlich genehmigt worden war. Der Bund der Steuerzahler werde das Vorhaben weiterhin beobachten. Eine Bewertung sei derzeit aber nicht möglich. «Wir sind uns durchaus bewusst, dass Ausgaben für schulische Bildungseinrichtungen in Heller und Pfennig nicht gemessen werden können.»

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