Ldbg Huttag Nachdreh
Positives Fazit zum Lindenberger Huttag

Ein überwiegend positives Fazit haben gestern die Veranstalter und Beteiligten des 13. Lindenberger Huttages gezogen. Einige kritische Stimmen gab es aber auch. So hatte Mayser-Geschäftsführer Manfred Jordan von überfüllten Parkplätzen gehört und im Schuhhaus Karg fragte mancher Auswärtige, wo denn der Huttag selbst stattfinde. 'Hier fehlt offenbar die passende Ausschilderung zum Stadtplatz', so Daniela Karg. Sie war, wie andere Geschäftsleute, mit dem gleichzeitig abgehaltenen verkaufsoffenen Sonntag zufrieden. 'Es kann zwar immer noch besser sein, aber wir sind zufrieden', so Karg.

Ein Satz fiel beim Rückblick in jedem Gespräch: 'Das Wetter hätte besser sein können.' Mit der Besucherzahl zufrieden zeigte sich Manfred Jordan dennoch: 'Am Morgen hatte ich die schlimmsten Befürchtungen angesichts des Dauerregens', so der Mayser-Geschäftsführer. Doch am Ende des Tages war er 'ganz glücklich' über den 'großen Erfolg'.

Dazu beigetragen hat aus seiner Sicht auch die bisherige Hutkönigin, Anna Benedicta Walser: 'Sie zeigte bis zuletzt vollen Einsatz', lobte er. Gute Umsätze machte Mayser in seinem Schnäppchenmarkt und im Werksverkauf: 'Mancher Westallgäuer wartet auf den Huttag, weil er weiß, dass es dann günstige Angebote gibt'.

Doch nicht in jedem Geschäft fiel das Fazit positiv aus: 'Wir überlegen uns, ob wir beim nächsten Huttag wieder öffnen', so Maria-Luise Beck von 'Fernseh-Erne'. 'Die Leute kommen zum Festen und Feiern in die Stadt, nicht zum Einkaufen', so ihre Überzeugung. Zudem liegen für sie Huttag und Frühlingsausstellung (am kommenden Wochenende) zu eng aufeinander.

Ein Problem aus ihrer Sicht: Der obere Teil der Hauptstraße war nicht in den Huttag einbezogen. Keinen Volltreffer landete Optiker Thiel mit seinem speziellen Huttag-Angebot. Hier gab es einen Preisnachlass von 20 Prozent auf Sonnenbrillen, die angesichts des regnerischen Wetters weniger gefragt waren.

Insgesamt 'verhalten' sei die Resonanz gewesen, so Mitarbeiterin Martina Graf. Dennoch stellt sie die Teilnahme am Huttag nicht in Frage.

Das 'Strohhutwetter' hat auch Hutmuseums-Leiter Manfred Röhrl vermisst. Dennoch erlebte er den Huttag als 'wunderbar'. Im Museum habe dichtes Gedränge geherrscht. Positiv fiel ihm auf, dass auch junge Leute mit Hut kamen. Das hat auch Bürgermeister Zeh registriert.

Er hat nicht nur viele Besucher aus der Stadt und auch der weiteren Umgebung ausgemacht, sondern verweist auch auf die Resonanz in überregionalen Medien. Diese Außenwirkung sei sehr wertvoll und mache Lindenberg noch bekannter. Handlungsbedarf sieht er hinsichtlich einer Überdachung des Stadtplatzes: 'Hier hat der bislang genutzte Schirm gefehlt'.

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