Wildpoldsried
«Positive Beispiele, wie Menschen ihr Lebensumfeld gestalten»

Schneeregen und die Verspätung des Ministers wirbelten den Ablauf der Konferenz gehörig durcheinander. Doch weder der Verzicht auf den Rundgang durch den Tagungsort Wildpoldsried noch der komplett umgestellte

Die Kernpunkte des Förderprogramms (Wertschöpfung, Vernetzung und Innovation) geradezu «mustergültig umgesetzt» habe die Gemeinde Wildpoldsried, sagte der Leiter des Landwirtschaftsamtes in Kempten, Dr. Alois Kling. Folgerichtig sei die zur «Klimaschutzkommune 2009» gekürte Gemeinde als Ort der Tagung gewählt worden. In die Lobeshymne stimmte Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) in seiner Rede mit ein. «Wildpoldsried ist eine Vorzeigegemeinde. Sie steht für eine gute Zusammenarbeit von Bürgern, Verwaltung und Politik.» Überhaupt nehme Schwaben in Bayern eine «herausragende Stellung» ein, was die Leader-Projekte betreffe. Für die Förderperiode 2007 bis 2013 seien bereits 60 Projekte beantragt und über fünf Millionen Euro bewilligt worden, zog der Minister eine Zwischenbilanz. Es sei beeindruckend wie viele Menschen sich beteiligten, um ihr «eigenes Lebensumfeld zu gestalten».

l Ein Beispiel für eine erfolgreiche Leader (bzw. Leader plus)-Förderung stellt das Projekt die «Westallgäuer Weißtanneninitiative» dar. So wurden mit insgesamt 1,2 Millionen Euro aus der Leader-Förderung sechs verschiedene Weißtannenprojekte gefördert. Hintergrund dieser Initiative war die seit Jahren mangelnde Nachfrage nach Weißtannenholz. Durch eine intensive Imagekampagne und das Entstehen von Musterbauprojekten konnte die Nachfrage deutlich gestärkt werden, was sich durch einen Preisanstieg positiv für Waldbauern bemerkbar machte.

l In einem Ensemble von denkmalgeschützten Gebäuden entstand in Obergünzburg (Ostallgäu) der moderne Bau des Südseemuseums. Präsentiert wird dort die Sammlung des Obergünzburger Kapitäns KarlNauer (1874 - 1962). Sie umfasst 1700 Exponate. Nauer hatte sie vor rund 100 Jahren während seiner Tätigkeit im Liniendienst der Norddeutschen Lloyd auf Inseln der Südsee zusammengetragen und noch zu seinen Lebzeiten seinem Heimatort vermacht. Etwa 300000 Euro der Kosten von 1,2 Millionen Euro wurden durch das Leader-Programm gefördert. «Die Exponate stellen für Obergünzburg ein Stück Heimatgeschichte dar», sagte Bürgermeister Lars Leveringhaus. Seit der Eröffnung im Mai haben bereits 6000 Besucher die Ausstellung gesehen.

l Um eine typische Allgäuer Landschaftsform zu erhalten, kooperieren vier Allgäuer Landkreise bei dem Projekt der «Allgäuer Streuebörse». Streuwiesen sollen einmal im Jahr gemäht und das Mähgut (Streu) verkauft werden. Mit der ab 1. Januar 2010 startenden Streuebörse soll eine Anlaufstelle für Anbieter und Nutzer (etwa Pferdehalter oder Futtermittelbetriebe) geschaffen werden, sagte Josef Freuding vom Landschaftspflegeverband Ostallgäu. Das Projekt wird mit 150000 Euro gefördert.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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