Kriminalität
Polizei sucht die Täter von Kaufbeuren und des Kemptener Parterre-Mordes

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Nach dem Mord an einem 40-Jährigen in Kaufbeuren hat die Polizei am Dienstag ihre Ermittlungsarbeit fortgesetzt. Noch immer nicht geklärt ist auch der Mord an einer 63-jährigen Witwe in Kempten im Dezember vergangenen Jahres. <%DIA id='30673' text='Suche nach Tatwaffe an der Wertach'%>

Taucher und eine Hundertschaft der Bereitschaftspolizei suchten gestern den ganzen Tag <%LINK text='nach einer Tatwaffe und anderen Beweismitteln zur Aufklärung des Mordes' tag='' type='Artikel' id='1723091' %> an dem 40-Jährigen in Kaufbeuren. Doch ein spektakulärer Fund blieb sowohl in der Wertach als auch entlang des Uferbereichs rund um den Tatort aus.

Die Polizisten sicherten zwar mehrere Gegenstände, darunter Geldbeutel und Taschenmesser. Ob sie überhaupt mit dem Fall zu tun haben, muss aber erst untersucht werden. Wie mehrfach berichtet, war am vergangenen Samstag ein 40-jähriger Kaufbeurer erstochen in seiner Wohnung in einem Mehrfamilienhaus am Hochstadtweg gefunden worden. Die Obduktion hat keinen genauen Todeszeitpunkt ergeben.

Bekannt ist lediglich, dass der Mord zwischen Donnerstagnachmittag und Samstagmorgen der vergangenen Woche passiert sein muss. Die Polizei überprüfte zunächst das direkte Umfeld des Opfers, was aber zu keiner heißen Spur geführt hat. Deshalb entschloss sich die Ermittlungsgruppe "Hochstadtweg", in der die Kripo Kempten und Kaufbeuren zusammenarbeiten, zu der gestrigen Suchaktion.

Taucher suchen Wertach ab

Am Vormittag traf die Technische Einsatzeinheit (TEE) der Bereitschaftspolizei München mit vier Tauchern ein. Sie durchforsteten die Wertach unter zwei Brücken jeweils 50 Meter flussauf- und flussabwärts an Seilen gesichert. In dem bis zu 1,50 Meter tiefen Wasser mit einer Strömung von 1,5 Metern pro Sekunde herrschte mit 50 Zentimetern relativ gute Sicht. So bekamen die Taucher sehr viel Müll zu sehen, der wohl seit Jahren in dem Gewässer im Kaufbeurer Stadtgebiet schlummert. Der erhoffte spektakuläre Fund war allerdings nicht dabei.

Am Nachmittag rückten zudem zwei Züge der Bereitschaftspolizei München mit 50 Männer und Frauen an. Sie durchkämmten Zentimeter für Zentimeter den Uferbereich der Wertach und die umliegenden Straßen des Tatorts. Auch sie entdeckten viel Müll und wenig Brauchbares. Alle sichergestellten tatrelevanten Gegenstände wertet die Spurensicherung in den nächsten Tagen aus.

Ob eine Spur zur Aufklärung der Bluttat beitragen kann, ist derzeit unklar. Die Polizei hofft auch weiter auf Zeugen, die während des Tatzeitraums gesehen haben, wer das Haus am Hochstadtweg betreten oder verlassen hat. Das Gebäude hat ein Ostallgäuer Verein angemietet, der sich für psychisch kranke Menschen in der Region engagiert.

Neben dem Mord vom Wochenende beschäftigt ein weiterer Fall die Allgäuer Kriminalpolizei: <%LINK text='der &quot;Parterre-Mord&quot;' tag='' type='Artikel' id='1485866' %> Wer hat kurz vor Weihnachten die 63 Jahre alte Witwe in ihrer Parterrewohnung im Kemptener Westen umgebracht? Auch fast acht Monate nach dem Gewaltverbrechen im Kemptener Westen ist der Täter noch auf freiem Fuß. 50 Zeugen hatte die Kripo vernommen und nach Weihnachten auch einen Tatverdächtigen präsentiert.

Doch der Haftrichter ließ den zunächst Inhaftierten Ende Januar wieder laufen - ohne Auflagen. "Die Ermittlungen dauern an", heißt es gebetsmühlenartig von der Kemptener Kripo. Insgesamt 500 Hinweisen und Spuren sind die Ermittler nachgegangen. Nach Angaben von Polizeisprecher Christian Owsinski hatte auch die Vernehmung zahlreicher Zeugen "nichts Verwertbares" zur Aufklärung des Mordes ergeben. Dem Vernehmen nach führt die Kripo immer noch einen Beschuldigten. Doch offensichtlich reichen die Indizien und Beweise nicht aus, um ihn zweifelsfrei als Täter zu präsentieren.

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