Roßhaupten
Polizei: 73-Jähriger erschlägt Ehefrau mit Werkzeug

l dam l Bei einem Familiendrama hat am Mittwoch in Roßhaupten (Ostallgäu) ein 73-Jähriger seine drei Jahre jüngere Ehefrau getötet. Laut Polizei soll der Ehemann seine Frau mit einem Werkzeug erschlagen haben. Anschließend soll der Rentner versucht haben, seinen Sohn zu töten. Der überlebte den Angriff unverletzt. Am nächsten Tag rief der mutmaßliche Täter selbst die Polizei und stellte sich. Das Motiv ist noch unklar.

Der Bluttat vorausgegangen war offenbar ein Streit zwischen den Eheleuten am Mittwochnachmittag. Die Polizei geht bislang davon aus, dass der 73-Jährige danach seine Frau unter einem Vorwand in den Keller des Doppelhauses lockte. Dort schlug er mit einem Schraubenschlüssel auf sein Opfer ein.

Am Abend kam der 36-jährige Sohn des Rentners nach Hause. Auf dessen Nachfrage, wo denn die Mutter abgeblieben sei, antwortete der Tatverdächtige, sie sei «außer Haus gegangen». Mit dieser Antwort gab sich der Sohn zufrieden und schöpfte offenbar keinen Verdacht. Er ging ins Badezimmer, ließ Wasser in die Badewanne laufen und und legte sich hinein. Kurz darauf betrat sein Vater den Raum. Laut Polizei soll der 73-Jährige dann versucht haben, auch noch seinen Sohn zu töten. Er ließ einen laufenden Föhn in die Wanne fallen.

Der sogenannte Fehlerstromschutzschalter sorgte jedoch dafür, dass der Strom abgestellt wurde. Der Mann in der Wanne überlebte den Anschlag unverletzt.

Am nächsten Morgen rief der 73-Jährige bei der Polizei Füssen an, und sagte, er habe seine Frau umgebracht. Als Polizeibeamte an der Haustür klingelten, öffnete der Tatverdächtige selbst die Tür. Im Keller des Hauses fanden die Polizisten die Leiche der 70-Jährigen.

Warum der 73-Jährige seinen Sohn töten wollte, ist noch unklar. Ebenso wirft das Geschehen zwischen dem Anschlag auf den 36-Jährigen und dem Anruf bei der Polizei am Morgen bei den Ermittlern. noch Fragen auf. «Die Vernehmungen hierzu haben am Donnerstagabend noch angedauert», sagte Polizeisprecher Christian Owsinski.

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