Marktoberdorf
Plötzlich ist die Bank leer

Mit erheblichen Personalproblemen hatten die Handball-Männer des TSV Marktoberdorf beim Bezirksoberliga-Derby in Dietmannsried zu kämpfen. So verloren sie erwartungsgemäß gegen einen der Meisterschaftsfavoriten mit 23:28. Die Frauen feierten dagegen einen Sieg.

Mit der Absentenliste der Marktoberdorfer hätte sich schon fast eine respektable Mannschaft aufstellen lassen. Dagegen war die Spielerbank der Dietmannsrieder voll besetzt. Die ehrgeizigen Gastgeber haben sich wie üblich verstärkt und begannen mit vier Ungarn (Somogy, Horvath, Egyed und More) sowie drei Allgäuern.

Das Spiel bestimmten in der Anfangsphase dennoch die Grün-Weißen. Lange Ballpassagen, konstruktive Spielzüge und konsequente Abschlüsse zeigten in den ersten zehn Minuten, dass die junge Mannschaft den Sport verstanden hat. Vor allem Sebastian Geiger und Jan Fürstenberg, die auf ungewohnten Positionen spielen mussten, machten ihre Sache hervorragend. Und Torhüter Meirose glänzte mit beeindruckendem Stellungsspiel und Paraden.

Danach brauchte der TSV die erste Pause. Ohne große Mühe zog Dietmannsried nun von 3:5 auf 9:6 davon. Kurz vor der Halbzeit musste der bis dahin beste Marktoberdorfer, Max Nuscheler, wegen einer Platzwunde am Auge raus. Weil damit die Auswechselmöglichkeiten erschöpft waren, spielte das 18-jährige Talent Jakob Habel die gesamte zweite Halbzeit durch.

Beim Stande von 27:17 kamen die Dietmannsrieder Eigengewächse zum Zug. So schafften es die Gäste, den Vorsprung innerhalb von zwölf Spielminuten auf 23:28 zu verkürzen. Inzwischen hütete Marco Heydeck auf Seiten der Ostallgäuer das Tor und zeigte eine sehr ansprechende Leistung.

TSV Marktoberdorf: Marko Heydeck, Marcus Meirose, Sebastian Geiger (3), Andreas Huttner (9/3), Alexander Braml (3), Jan Fürstenberg (2), Max Nuscheler (3), Hannes Schaad (2), Jakob Habel (1).

Wie erhofft, kehrten die Frauen des TSV mit zwei Punkten von der HSG Isar-Loisach zurück. Allerdings mussten sie diese mit sehr viel Einsatz und Kampfgeist erarbeiten. Die Anfangsphase prägten sehr hektische Aktionen. Jeder wollte sich schnell absetzen. Die Gäste gerieten dabei ins Hintertreffen, da sie kein konsequentes Abwehrverhalten zeigten. So stand es Mitte der ersten Halbzeit 7:12.

Eine Auszeit und eine neue Abwehrformation ließen die Allgäuerinnen wieder ins Spiel kommen. Fünf Tore in Folge brachten den 12:12-Ausgleich, vor allem das Spiel über Sophie Kube war ein ums andere Mal erfolgreich. So gingen die Frauen mit einem Tor Vorsprung in die Halbzeit.

Mit Willensstärke zum Sieg

Nach dem Wechsel spielte der TSV einen Vorsprung von drei Toren heraus, Yvonne Schneider war mit schönen Rückraumwürfen erfolgreich. Zehn Minuten vor Schluss warf die HSG den Ausgleich zum 23:23. Mit sehr viel Kampfgeist, Einsatz und Willensstärke ließen sich die Marktoberdorferinnen nicht aus dem Konzept bringen und siegten 26:25.

TSV Marktoberdorf: Jasmin Rudat (Tor), Linda Bedenik, Yvonne Schneider (7/4), Caroline Trinkwalder (6), Verena Nuscheler (4), Anna Kube, Sarah Puttner (1), Marion Tille (2), Eva-Maria Nuscheler (1), Sophie Kube (5).

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