Playstation spielen geht mal so gar nicht

Von Martin Peter | Kempten/Oberjoch Wenn der Schnee fällt, beginnt ihre Jahreszeit. Ihr Zuhause sind die Skipisten der Region, ihre Heimat die Alpen: Die Skirennläufer Lena Thürwächter, Maximilian Laidorf und Vincent Frey (alle 14 Jahre alt) sind das, was man Winterverrückte, oder Neudeutsch: Pistenjunkies - nennt. Seitdem die drei vom Skiclub Kempten denken können, fahren sie Ski. Seit ein paar Jahren sogar Rennen. Die AZ traf sie im Feriencamp im Alpinen-Trainings- zentrum Allgäu (ATA) in Oberjoch.

Gibt es für Euch nichts besseres, als die Ferien mit Training zu verbringen?

Lena: Eigentlich nicht. Wir machen das ja freiwillig, zahlen sogar dafür. Würde es uns keinen Spaß machen, wären wir sicher nicht hier.

Maximilian: Es wäre sogar eher langweilig, wären wir nicht hier.

Vincent: Sonst müssten wir noch für die Schule lernen.

Das heißt, das Skifahren auch Euer Leben bestimmt?

Maximilian: Genau. Ohne Skifahren geht’s nicht. Daher wäre eine Verletzung auch der absolute Horror.

Vincent: Genauso, wie einen ganzen Tag lang Playstation zu spielen. Das geht mal so gar nicht.

Was macht das Skifahren aus?

Lena: Wenn ich abends nach Hause kommt, dann weiß ich auch, was ich gemacht habe. Und nach einem langen Trainingstag schlafe ich viel zufriedener ein.

Für welches Ziel trainiert Ihr so hart?

Vincent: Um uns zu verbessern

Maximilian: und um uns mit bei den Rennen mit den besten Fahrern aus anderen Clubs zu messen.

Skiprofi will dennoch keiner werden.

Vincent: Weil wir dazu einfach schon zu alt sind.

Lena: Auch nicht gut genug.

Für den Hobby-Skifahrer wird es aber noch reichen. Könnt ihr noch mit Familie oder Freunden Skifahren gehen?

Vincent: Ja, klar. Manchmal hole ich auch meine Freestyle-Ski raus und gehe dann über Kicker springen.

Maximilian: Ich fahre auch dann immer auf meinen Rennskiern. Ich bin gerne der Schnellste.

Verstehen Eure Freunde, dass Ihr so viel auf der Piste seid?

Lena: Manche fragen mich wirklich, ob Skifahren auf Dauer nicht langweilig wird. Ist aber absolut nicht so. Außerdem habe ich auch noch andere Hobbies.

Ist es schwer, im deutschen Skirennsport Vorbilder zu finden?

Maximilian: Stimmt, da haben wir Lücken. Für mich ist aber der Allgäuer Stefan Luitz ein Vorbild. Der hat den Sprung geschafft.

Vincent: Ansonsten Bode Miller, und mein Papa. Überhaupt sind die Eltern bei der Sache ganz wichtig.

Inwiefern?

Lena: Weil wir ohne ihre tolle Unterstützung keine Skirennfahrer wären. Die machen so viel für uns.

Maximilian: Ja, auf jeden Fall. Also Mama und Papa: Vielen Dank.

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