Buchloe
Play-offs der Wunsch, Klassenerhalt das Ziel

Gut drei Monate ist es her, dass die Verantwortlichen des ESV Buchloe verkündeten, nach dem Abgang von Aufstiegstrainer Norbert Zabel mit Franz-Josef Baader, zuvor EV Füssen (siehe Info-Kasten) ihren absoluten Wunschtrainerkandidaten gefunden zu haben. Und heute? «Ist das immer noch genauso», betont sportlicher Leiter Jürgen Warkus: «Er hat Erfahrung im Nachwuchsbereich und setzt auf junge Spieler. Das hat ihn für uns unter allen Kandidaten zum Geeignetsten gemacht.» Seit Anfang Juli läuft die Vorbereitung auf die anstehende Bayernliga-Saison unter dem neuen Coach nun schon. Nach mehreren Wochen Sommertraining ging es am 26. August in Kaufbeuren erstmals aufs Eis. Ab 11. September finden die Übungseinheiten dann wieder in Buchloe statt, bevor zwei Tage später das erste Testspiel gegen den ERC Sonthofen 99 folgt. Mit dem ersten Eindruck seiner Piraten zeigt sich Baader bisher mehr als zufrieden: «Alle ziehen gut mit und die Stimmung passt.» Beim Fitnesstest überzeugten zudem alle Spieler mit positiven Werten.

Großer Umbruch im Kader

Dabei sind die Anforderungen an den 50-Jährigen alles andere als gering. Nach einer (überraschend) starken ersten Saison in der Bayernliga, in der die Piraten auf Anhieb den Sprung in die Play-offs schafften, folgte der große personelle Umbruch.

Ganze sieben Abgänge hat der Verein zu verzeichnen - darunter wichtige Mannschaftsstützen wie Verteidiger Martin Bonenberger sowie die Stürmer Christoph Hicks und Pavel Mojtek. Im Gegenzug gilt es nun, acht Neuzugänge in das Team zu integrieren. Keine leichte Aufgabe für Baader, auch wenn drei der Spieler (Matthias Ziegler, Holger Völk und Thomas Fortney) auf seinen expliziten Wunsch an die Gennach wechselten.

In der Breite stärker geworden

Der Optimismus ist beim ESV dennoch ungebrochen. Qualitativ, so Warkus, stehe man auch 2009/2010 keinesfalls schlechter da, als in der Vorsaison. Im Gegenteil: «Wir sind in der Breite stärker geworden und haben den ein oder anderen Spieler mehr, der Tore machen kann.»

Und den dürfte man in der anstehenden Spielzeit an der Gennach auch brauchen. «Keine Frage: Es wird sicher schwerer als vergangenes Jahr», räumt Warkus ein. Mit Oberliga-Absteiger TEV Miesbach und dem ambitionierten Aufsteiger EV Regensburg ist die Liga deutlich stärker geworden. Selb, Höchstadt und Schweinfurt haben ihre ohnehin schon bestens besetzten Kader weiter fleißig aufgerüstet. Eine Entwicklung, die Warkus mehr als kritisch sieht: «Die Bayernliga wird immer mehr zu einer Zwei-Klassen-Gesellschaft. Der Etat der oberen Teams liegt bei 200000 Euro aufwärts.

Für Vereine wie uns, deren Kapital bei einem Viertel davon liegt, wird es da natürlich schwer.» Das Saisonziel Klassenerhalt habe in dieser Saison daher oberste Priorität, betont Warkus: «Trotzdem hoffe ich, dass wir am Ende noch in die Play-offs rutschen.»

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