Buchloe
Planung für künftige Wasserversorgung zieht sich hin

Bis Ende des Jahres sollten die Planungen für die Errichtung des neuen Buchloer Wasserspeichers (wir berichteten) eigentlich abgeschlossen sein. Vorgesehen war, im Jahr 2010 mit dem Bau zu beginnen. Dieser Zeitplan kann jedoch wohl nicht eingehalten werden. Dies ist das Ergebnis der gestrigen Sitzung des Werkausschusses. Denn dabei wurde erstmals überlegt, den Neubau des Speichers mit einer zentralen Wasserenthärtungsanlage zu verbinden. Mit diesem Thema soll sich nun auch der Buchloer Stadtrat voraussichtlich im Herbst befassen.

Rund eine Stunde lang referierte zunächst Manfred Brugger von der Firma Hydro-Elektrik aus Ravensburg über verschiedene Varianten, die Arbeitsweise sowie die Vor- und Nachteile einer zentralen Wasserenthärtungsanlage.

Enthärtung findet Anklang

Anschließend stellte Ingenieur Dieter Rosar den Ausschussmitgliedern den Vorentwurf für die Buchloer Wasserversorgungsanlage südlich des Bahnhofs vor. Dieser sieht vor, in einem oberirdischen Gebäude zwei neue Wasserspeicher in Edelstahl mit jeweils 1500 Kubikmeter Fassungsvermögen sowie die dazu gehörige Technik unterzubringen. Daneben sieht Rosar in einigen Jahren auch ein eigenes Gebäude des Wasserwerkes mit Büroräumen, Werkstätten, Lagerhallen und Garagen vor.

Bei vielen Ausschussmitgliedern fand vor allem die Idee der Wasserenthärtungsanlage großen Anklang. «Die Bürger wissen, was für Probleme wir mit unserem Wasser haben. An dieser Stelle finde ich es daher auch sinnvoll, Geld in die Hand nehmen, weil jeder Einwohner davon profitieren würde», erklärte Hubert Heider (CSU). Er sprach sich dafür aus, in den Planungen des Wasserspeichers Platz für dieses Vorhaben zu lassen. «Wenn wir uns entschließen, eine derartige Anlage zu bauen, dann gemeinsam mit dem Wasserspeicher», meinte er - auch, wenn man in diesem Fall das Gesamtprojekt um ein Jahr zurückstellen müsste.

Bürgermeister Josef Schweinberger gab zu bedenken, dass der Bau einer Wasserenthärtungsanlage gut zu überlegen sei. Das «Projekt Wasserspeicher» im Jahr 2010 zu verwirklichen, sei damit nicht möglich. Zudem gelte es, vorerst die Baukosten für eine Enthärtungsanlage zu berechnen; ebenso die damit verbundene Erhöhung der Wasserkosten. Schweinberger: «Der Bürger hat ein Recht, zu erfahren, was auf ihn zukommt.»

Wasserpreis wird steigen

Derzeit liegt der Wasserpreis in Buchloe bei 67 Cent pro Kubikmeter. Laut Stadtbaumeister Herbert Wagner ist beim Bau einer Enthärtungsanlage mit einer Gebührenerhöhung von 15 bis 17 Cent zu rechnen. Hinzu kommen noch die Kosten für den Bau des Wasserspeichers. Diese jedoch seien noch nicht kalkuliert worden. Wieviel die Buchloer letztlich für den Kubikmeter Wasser zahlen müssen sei somit noch nicht klar.

Der Werkausschuss einigte sich schließlich darauf, im Herbst im Stadtrat erneut über das Thema zu beraten. Bis dahin sollen verschiedene weitere Hersteller angehört, eventuell eine bereits bestehende Enthärtungsanlage besichtigt und ein Experte des Landesamtes für Wasserwirtschaft zu Rate gezogen werden

«Es geht darum, die optimale und zukunftsorientierte Wasserversorgung der Stadt sicherzustellen. Dafür sollten wir uns auch die gebotene Zeit nehmen», meinte Schweinberger.

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