Wochenende
Pimp das Jugendhaus! Junge Kreative sollen Kemptener Jugendtreff verschönern

Zum Feiern lädt der Eingangsbereich des Jugendhauses Kempten kaum ein. Ein wenig verschmiert ist er, dunkel und trist. An einigen Stellen blättert die Farbe ab, der Putz ist zu sehen. Kein Zustand, der Gwen Boos glücklich macht. Die Kemptener Künstlerin will mehr Pep und - 'dass die Wände etwas erzählen.'

Ein neuer Anstrich und ein wenig Dekoration? Das reicht der 39-Jährigen lange nicht aus. "Die Jugendlichen sollen hier selbst etwas erschaffen. Sie sollen sich selbst erkennen und ihre eigenen Themen einbringen", erzählt die gebürtige Tübingerin. Und vor allem sollen sie sich in 'ihrem Jugendtreff' wohl fühlen.

'In jedem Jugendlichen steckt etwas, das raus muss. Etwas, das er mitteilen möchte, und diese kreative Freiheit wollen wir bieten. Ein paar Blümchen zur Deko könnte ich auch selbst malen'.

Und so soll Kunst entstehen im Jugendhaus Kempten. Kunst durch Teamwork und durch Vielfalt. 'In dem Moment, in dem sich die Jugendlichen hier einbringen und zeigen, was sie können, entsteht etwas Besonderes. Ein einzigartiges Kunstwerk, mit dem sich die Jugendlichen identifizieren können, das ist dann Kunst.'

Ein besonderes Motiv oder bestimmte Vorgaben will die Künstlerin den Jugendlichen nicht vorsetzen. 'Es soll ein inspirierendes und unterhaltsames Werk werden - da stören starre Strukturen nur', erklärt sie.

Wer nun aber genau dieses Bild anfertigen soll, steht noch nicht fest. Und das ist auch so gewollt. Unter dem Motto 'In jedem steckt ein Künstler – auch in Dir' ruft E-Mail Adresse sollen sich die Jugendlichen melden. Einzige Bedingung: Mindestalter 16 Jahre.

Besonderes Talent oder Know-how müssen die Kandidaten dagegen nicht mitbringen, betont die Kunsttherapeutin. 'Natürlich wäre es schön, wenn sich schon geübte Maler an dem Projekt beteiligen.' Wichtiger als das Können, sei aber der Wille. 'Wenn die Jugendlichen wirklich wollen, dann kann ich ihnen das nötige Handwerk beibringen.'

Ist das Pilotprojekt 'Pimp das Jugendhaus' erfolgreich, hat Boos auch schon weitere Pläne für das Jugendhaus: 'Gerade den Aufenthaltsraum aber auch die Bühne kann man wesentlich schöner gestalten.'

Zunächst aber müssen sich die Künstlerin und hoffentlich viele kreative Jugendliche um den Eingangsbereich kümmern. Darum - dass aus dem orange-schwarzen Trist ein Kunstwerk wird.

all-in.de bleibt an der Aktion 'Pimp das Jugendhaus' natürlich dran und wird die Jugendlichen und Gwen Boos weiter begleiten.

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