Big Box
Pianistixx überzeugt in der Big Box mit ihrer Mischung aus Rock, Pop und Jazz

Die musikalische Bandbreite der Gruppe Pianistixx ist erstaunlich: Von sanft schmelzendem Barjazz bis zum echten Hardrock-Brett hat sie fast alles zu bieten, was sich im Dreieck zwischen Rock, Pop und Jazz finden lässt. Und die Band schaffte es auch bei ihrem zweiten Auftritt in der Big Box in Kempten, das hohe Niveau bei allen Stilen zu halten. So überraschte es nicht, dass die rund 2000 Besucher auch von dem neuen Programm 'Out of the Ordinary' begeistert waren.

Heimlicher Star des Abends war Jonathan Ettensberger. Der Sänger drückte vielen Stücken seinen ganz eigenen Stempel auf. Nicht nur mit seiner markanten Stimme, sondern weil er es auch wagte, gecoverte Stücke in einem ganz eigenen Stil zu präsentieren, anstatt sie einfach nur möglichst detailgetreu nachzusingen. Dazu kam seine beeindruckende Bühnenpräsenz, für welche die größte Allgäuer Veranstaltungshalle genau den richtigen Rahmen bot.

Doch trotz dieser Sonderrolle von Ettensberger machten gerade die vielen Qualitäten der einzelnen Bandmitglieder das große Ganze von Pianistixx aus.

Andreas Schütz schaffte problemlos den weiten Bogen vom antreibenden Rhythmuspiano bis zur filigran perlenden Schlussballade 'Leave in Silence'. Facettenreich spielte auch Magnus Dauner, der sein Schlagzeug jazzig-sanft zu streicheln wusste und wenige Stücke später alles aus seinen Trommeln herausholte. Jeder Musiker bekam dank der ausgewogenen Arrangements auch den verdienten Freiraum, sich zu präsentieren.

Die beiden Bandleader Schütz und Dauner schafften dabei den gelungenen Spagat zwischen originalgetreu nachgespielten Stücken wie Coldplays 'Viva la Vida' bis zu eher gewagteren Zusammenstellungen wie bei 'Hit the Road Jack'. Diesen Klassiker von Percy Mayfield haben sich schon viele unterschiedliche Musiker vorgenommen.

Ray Charles gehörte ebenso dazu wie Suzi Quatro oder Tic Tac Toe. Pianistixx präsentierte das A-Cappella-Stück wieder etwas anders – im Stil einer Marchingband.

Lieder mit Ecken und Kanten

Vor allem die Lieder in der zweiten Hälfte überzeugten. Hier hatten sowohl die Coverversionen als auch die Stücke aus dem eigenen Repertoire mehr Ecken und Kanten. Bei allem verdienten Lob gab es auch ein Problem: Die Tonqualität war in der ersten Hälfte alles andere als gut.

Vor allem Streicher und Bläser wurden viel zu laut abgemischt. Sie brachten so das fein aufgebaute musikalische Gebäude, das für eine Produktion mit einer so großen Gruppe notwendig ist, zeitweise ins Wanken.

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