Bundeswehr
Petition für den Erhalt des Fliegerhorstes

Die Wellen schlugen hoch, als am 26. Oktober das Bundesverteidigungsministerium die Schließung des Bundeswehrstandortes in Kaufbeuren verkündete. Als 'schmerzhaft' bezeichnete Oberbürgermeister Stefan Bosse den Entschluss.

<img _cke_saved_src="http://admin.all-in.de/storage/pic/alfa/nachrichten/allgaeu/kaufbeuren/763739_2_Fliegerhorst_Schlieung_24.jpg" data-cms_id="763739" data-cms_otag="IMG" data-fcms-id="IMG763739" src="/storage/pic/alfa/nachrichten/allgaeu/kaufbeuren/763739_2_Fliegerhorst_Schlieung_24.jpg" title="Fliegerhorst Schließung" />Damit wollte sich Manfred Miller nicht zufriedengeben. Der Beamte bei der Fliegerhorstfeuerwehr richtete deshalb am 8. November eine Petition an den Bundestag. Wie viele andere Soldaten und Zivilangestellte auf dem Fliegerhorst hatte Miller mit einer Verkleinerung gerechnet. 'Das wurde uns auch suggeriert – der Kaufbeurer Standort sei sicher.'

Umso entsetzter sei die Reaktion nach dem Schließungsbeschluss ausgefallen: 'Die Gründe sind mir nicht ersichtlich', so der 41-Jährige aus Seeg. Denn die Techniker für Tornados und Eurofighter sollen künftig nicht mehr in Kaufbeuren, sondern im Lechfeld ausgebildet werden.

'Eine voll funktionstüchtige Ausbildungseinrichtung zu schließen und anderweitig wieder aufzubauen, spart kein Geld. Stattdessen leidet sogar die Ausbildung darunter', erklärt Miller. Der Standort Kaufbeuren sei nur ein 'Bauernopfer' für den Standort auf dem Lechfeld.

Deshalb reichte er die Petition Nummer 21 000 'Rücknahme der Entscheidung des Bundesministers der Verteidigung, den Fliegerhorst Kaufbeuren und somit die Technische Schule der Luftwaffe 1 zu schließen' ein.

Einen Monat später hat die Eingabe schon fast 500 Mitzeichner – also Menschen, die die Petition unterstützen. Doch unabhängig von der Zahl der Unterzeichner werde sie vom Petitionsausschuss bearbeitet. 'Aber je mehr dahinterstehen, desto größere Gewichtung hat die Petition', glaubt Miller.

Wie viele ein Haus gebaut

Wie viele Kollegen hat auch er sich in Kaufbeuren eingerichtet: Der 41-Jährige ist seit 18 Jahren bei der Bundeswehr, 16 davon in Kaufbeuren. Inzwischen ist er verheiratet, hat zwei Kinder und ein Haus in Seeg gebaut. 'Ich verliere zwar nicht meinen Arbeitsplatz, aber den Standort', meint er. Sollte Kaufbeuren geschlossen werden, werde er sich auf lange Fahrtzeiten zu seinem neuen Arbeitsplatz einrichten müssen.

Enttäuscht zeigen sich Miller und andere Kollegen auch von den Stadtpolitikern: Die arbeiten zwar schon an neuen Plänen, aber dabei soll es eher um einen Ausgleich für die Schließung gehen. Für Miller ist das zu wenig. 'Ich hatte erwartet, dass sich die Stadt mehr für den Erhalt des Standortes einsetzt.'

Bis zum 6. Januar haben die Bürger noch die Möglichkeit, die Petition ebenfalls zu unterzeichnen. 'Ich wünsche mir dadurch, dass es eine ergebnisoffene und vernünftige Lösung gibt', so Miller.

Hier gehts zur Website des Bundestags.

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