Immenstadt
Per Ballon ins Ungewisse und zu Fuß zurück

Das Besondere ist die Ungewissheit: Niemand - auch nicht der Pilot - kann zu Beginn der Reise sagen, wohin es einen Heißluftballon treibt. Und beim Ballontrekking sollen die Passagiere das Ziel auch gar nicht kennen. Denn bei dieser neuen Kombination aus Wandern und Ballonfahren sollen die Teilnehmer nach der Landung mit Hilfe von Karte und Kompass zurück zum Startplatz marschieren.

«Ballontrekking ist eine Weltneuheit», sagte Gerlinde Hagelmüller, stellvertretende Vorsitzende des Heimatbundes Allgäu. Der Verband stellte die neue Art zu Wandern gestern zusammen mit dem Ballonsportclub (BSC) Voralpenland am Großen Alpsee bei Immenstadt der Presse vor. Das Interessante daran ist laut Hagelmüller, «nicht zu wissen, wohin es geht und sich bereits in der Luft zu orientieren. Gewissermaßen die Fahrt auf der Karte mitzuverfolgen, damit man dann am Boden auf dem besten oder schnellsten Weg zurückfindet».

Gedacht ist Ballontrekking für alle, die einen Hauch Abenteuer und Herausforderung suchen. Sie sollten allerdings eine gewisse Erfahrung in Sachen Wandern mitbringen, sagte Karl Stiefenhofer, Vorsitzender des Heimatbundes. Außerdem sollten sie Kondition haben und Wanderkarten lesen können.

Aber auch wer den Weg zurück nicht selbstständig schafft, wird nicht allein gelassen. Für solche Fälle soll ein Handynotruf eingerichtet werden.

Eine erste Ballontrekking-Tour für jedermann ist für die anstehenden Allgäuer Wandertage geplant. «Wenn es sich etabliert, können die Touren entweder über den Heimatbund, den BSC Voralpenland oder direkt bei den Ballonfahrern gebucht werden», sagt BSC-Vorsitzender Helmut Scheuerle. Er hatte zusammen mit Stiefenhofer die Idee für das Ballontrekking.

«Ich könnte mir gut vorstellen, mich öfter für solche Touren buchen zu lassen», meint etwa Ballonfahrer Boni Degendorfer aus Lauben (Oberallgäu).

Weitere Infos gibt es unter www.heimatbund-allgaeu.de

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