Allgäu
Pellets: Vom Abfallprodukt zum Verkaufsschlager

Früher waren die Späne, die in den Sägewerken bei den Arbeiten auf den Boden fielen, Abfall. Heute werden sie in kleine Röllchen gepresst und als Holzpellets weiter verkauft. «Da es heute einen Markt für Pellets gibt, wird sich der Preis für Pellets auf einem bestimmten Niveau einpendeln, vermutet Michael Zedelmaier, geschäftsführender Vorstand beim Biomassehof Allgäu, zuständig für Holzpellets. In der Vergangenheit war der Holzpelletspreis teilweise von starken Schwankungen geprägt. Während in der Anfangszeit der Preis für Holzpellets relativ niedrig war, erreichte er im Winter 2006/2007 einen Höchststand, skizziert Zedelmaier. Mitte 2007 brach er danach völlig ein und erreichte im Juli 2008 den Tiefstand von 173 Euro pro Tonne.

Die Ursache weshalb der Preis im Winter 2006/2007 so stark angestiegen ist, liegt im Vorjahr begründet, erklärt Zedelmaier. Der kalte Winter und der hohe Ölpreis sorgten für eine starke Nachfrage an Pelletöfen und an dem Brennstoff selbst. Unter anderem in Italien kam es dabei zu Lieferengpässen. «Das führte dazu, dass viele Pellets bunkerten», sagt Zedelmaier. Der Preis stieg an und es wurde mehr produziert. Nach dem milden Winter 2007/08 jedoch waren die Lager der Produzenten voll und der Preis brach ein, so Zedelmaier weiter. «Dazu kam auch ein niedriger Ölpreis, der die Nachfrage für Pellets weiter dämpfte», sagt der Fachmann.

Derzeit leichter Anstieg

Derzeit sei ein leichter Anstieg des Pelletpreises zu verzeichnen. «Auch die Wirtschaftskrise ist in der Branche angekommen», so Zedelmaier. Er vermutet, dass sich der Preis bis nächsten Winter bei rund 200 bis 250 Euro pro Tonne einpendeln wird.

Das Deutsche Pelletinstitut (DEPI) rät Verbrauchern zu einem baldigen Auffüllen der Pelletlager, da der Preis momentan sehr niedrig sei.

Zum Vergleich: Eine Tonne Pellets entspricht etwa 500 Litern Heizöl. Der Preis für Heizöl liegt derzeit bei etwa 50 Cent pro Liter.

Noch bis zum 30. Juni wird die Anschaffung eines Pellet-Einzelofens vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle mit 1000 Euro bezuschusst. Danach reduziert sich die Förderung auf eine Pauschale von 500 Euro pro Gerät.

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