Hawaii / Kempten
Patzina beeindruckt Hawaiianer

Der hawaiianische Sport-Reporter Paul Aguirre hat schon häufiger von Triathlon-Wettkämpfen berichtet. Doch das Durchhaltevermögen von Roland Patzina (43) bei der Ultraman-Weltmeisterschaft versetzte selbst den Experten des Internetportals «The Hawaii 24/7» ins Staunen. Patzina sei ein wirklich harter Kerl, schrieb der Journalist über den Kemptener. Ein Kerl, der niemals aufgebe.

Zum fünften Mal schleppte sich der Lkw-Fahrer bei dem zweitägigen Extrem-Wettkampf ins Ziel. 10 Kilometer Schwimmen, 421 Kilomter Radfahren und 84 Kilometer Laufen bewältigte er in 31:32 Stunden. Damit kam er auf Rang 24 unter 40 Teilnehmern. Doch es waren nicht diese Zahlen, die dem Reporter Aguirre so imponierten. Es war die Art und Weise wie der dreifache Familienvater Patzina selbst die härtesten Rückschläge wegsteckte. Zunächst verbrannte er sich beim Schwimm-Wettkampf im Pazifik an einer Qualle. Dann erlebte er im Sattel einen «wahren Albtraum», wie Patzina in einer E-Mail an unsere Zeitung schreibt.

Gleich fünf Mal musste er einen Plattfuß reparieren! Nach der Demontage des Hinterrades versagte ihm schließlich das Schaltwerk, sodass er selbst bei Steigungen in einem hohen Gang fahren musste. «So viel Pech hatte ich noch nie. Es war, als ob sich alles gegen mich verschworen hat», meint Patzina. Doch ans Aufgeben dachte er nie. «Ich bin ein harter Bayer», verriet er im Interview mit Sportreporter Aguirre. Und dieser notierte lakonisch, dass deutsche Triathleten nicht immer so zäh seien. So habe Spitzentriathlet Norman Stadtler schon mal beim Ironman mit Tränen in den Augen aufgegeben: Nach «nur» zwei Radpannen und einem Bienenstich

Patzina jedoch kämpfte weiter. Allein schon aus Prinzip: Noch nie in seiner Karriere hat er einen Wettkampf vorzeitig abgebrochen. Zudem ist der Ultraman für ihn der sportliche Höhepunkt des Jahres. «Der Trainingsaufwand und die Kosten sind für mich enorm. Da werfe ich nicht so schnell die Flinte ins Korn», erklärt Patzina sein Durchhaltevermögen. Zumindest den abschließenden Doppel-Marathon konnte er ohne Rückschläge «genießen». Die tropischen Temperaturen (35 Grad) machten dem Hawaii-Fan schon fast nichts mehr aus. «Im Ziel war ich total glücklich, dass ich den Wettkampf trotz der Pannenserie gefinisht habe», meint der Allgäuer. Er ist eben wirklich ein harter Kerl.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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