Pater Steinwand gibt Bäuerinnen Eheberatung

Von Barbara Rau | Stiefenhofen 'Vergesst, was daheim liegen geblieben ist', ermunterte Stiefenhofens Bürgermeister Toni Wolf die Frauen, die zum 38. Landfrauentag des Kreisverbandes Lindau in die Stiefenhofener Festhalle gekommen waren.

'Was bewegt uns', fragte Kreisbäuerin Herta Hitzhaus in ihrer Begrüßung. Nach der Hofarbeit, nach Buchhaltung und Bürokratie, wo bleibe da die Zeit für die Familie, für den Partner. Wie der Alltag bei Ehepaaren gelingen kann, dafür gab Pater Gerd Steinwand aus Weißenhorn in seinem Vortrag 'Du bist so schrecklich herrlich anders', humorvolle Anregung und christliche Hilfestellung.

Mann oder Frau allein seien eine Fehlkonstruktion, nur zusammen ergäben sie ein Ebenbild Gottes, plädierte der Pater für die Zweisamkeit. Aber diese berge viele Fallstricke, weil sich im Laufe der Jahre Seiten am Partner zeigten, mit denen man nicht zurechtkomme, oder weil Eigenschaften, die anfangs liebenswert schienen, irgendwann auf die Nerven gingen.

Mit Thesen wie 'Der Mann war schon immer so - sie haben ihn aber erst im Laufe der Jahre kennengelernt' oder 'Ehen scheitern an mangelnder Aufmerksamkeit, Wertschätzung und Neuröschen', machte Pater Steinwand klar, woran es häufig hapert. Für den Pater steht grundsätzlich Gott an erster Stelle. Noch vor dem Blick auf die andere Seite des Ehebetts sollte nach dem Aufwachen das Morgengebet kommen, legte er den Frauen ans Herz.

Elmar Karg, stellvertretender Kreisobmann, wies in seinem Grußwort darauf hin, dass die Forderung von Familienministerin von der Leyen nach Vereinbarkeit von Familie und Beruf auf den Höfen schon längst praktiziert werde. Landrat Dr. Eduard Leifert sagte, dass er bei den Landfrauentagen wegen der guten Referenten jedes Mal länger als geplant bleibe.

Nach dem Motto des Paters: 'Wenn sie nicht mehr genießen können, werden sie ungenießbar', erfreuten sich die Landfrauen am Nachmittag am Unterhaltungsprogramm der Opfenbacher Bäuerinnen.

Evi Rief erzählte in Nachthemd und Gedichtform, was passieren kann, wenn man in der Früh den Mülleimer rausstellen will und drei Bauernkinder spielten 'Besuch von Tante Hedwig.' Die beiden Wahrsagerinnen Emmi Epple und Agathe Herrmann plauderten aus dem Nähkästchen des Kreisverbandes.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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