Pfronten
Patenschaften bis an die Saar

Die Reservistenkameradschaft Pfronten hat mehrere Tage lang gefeiert, denn sie wurde 25 Jahre «jung». Im Jahr 1984 trafen sich einige Reservisten mit Fritz Brunhuber an der Spitze im «Dampfross» in Steinach und beschlossen, in Pfronten eine Kameradschaft zu gründen. Da dafür der siebte Mann fehlte, wurde Alfred Endras, der gerade am Tresen saß und als Kanonier den Veteranen angehörte, als Fördermitglied angeheuert. Obermaat der Reserve Horst Schädtler, seit 1999 im Amt des Vorsitzenden, ließ die 25 Jahre Revue passieren.

Seit 1986 besteht zur Instandsetzungskompanie 220 in Füssen eine patenschaftliche Beziehung. Weitere Patenvereine sind die Krieger- und Soldatenkameradschaft Nesselwang, die Reservistenkameradschaft Füssen, das Rote Kreuz Pfronten und seit dem Festabend die Kameradschaft aus Hassel im Saarland.

Nach der Fusion mit der Veteranenkameradschaft im Jahr 1990 erhielt der Verein 1991 eine eigene Fahne. Weitere Anschaffungen waren eine historische Salutkanone und eine Gulaschkanone. Neben der militärischen Weiterbildung seien der Erhalt der Tradition, die Mahnung zum Frieden durch Aktionen wie am Volkstrauertag und die Bergmesse auf dem Falkenstein Anliegen des Vereins, so Schädtler. Bei vielen Veranstaltungen wie Gelöbnissen nehmen die Reservisten teil.

Seit 1994 kommen die Mitglieder der RK Hassel regelmäßig zu einem Gebirgsbiwak ins Allgäu und bieten den Pfrontenern beim Gegenbesuch an der Saar besondere Gebirgsbiwaks.

Zur Tradition geworden ist der Falkensteinmarsch, den die RK Pfronten für die Reservistenmarschgruppe Allgäu seit 2003 ausrichtet. Schon seit 1996 gibt es die Schießsportgruppe. Unterstützt wird die Gruppe Spielhahnjäger Allgäu/Falkenstein. Die RK betreut deren Denkmal und richtet die Bergmesse mit aus. Als im Jahr 2002 die Veteranen keinen eigenen Vorstand mehr bilden konnten, übernahm die RK diese Aufgabe. Heute gibt es noch 19 Kriegsteilnehmer der Jahrgänge 1912 bis 1929 im Gesamtverein. Der Älteste ist Ehrenvorsitzender Fritz Wetzer (97).

Schirmherr Bürgermeister Bepopo Zeislmeier lobte das Engagement und sprach begeistert von den Kameradschaften aus dem Saarland und dem Elsass, die eine Völker verbindende Freundschaft zeigten. «Wir können das Heute nur verstehen, wenn wir die Erinnerung wach halten und immer wieder eine Brücke zwischen den Generationen und den Völkern Europas schlagen», so der Bürgermeister.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by Gogol Publishing 2002-2020

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen