Lindenberg
«Paten» für die Hauptschüler

Sie wollen Jugendlichen Einblick in verschiedenste Berufe geben, Praktika vermitteln und ihnen den Weg zu Lehrstellen ebnen: «Paten» aus der Wirtschaft sollen vor allem schwächeren Hauptschülern den Einstieg ins Berufsleben erleichtern. In Lindenberg ist das Modell vorgestellt worden. «Wir wollen die Hauptschüler individuell, früh und so gut es geht unterstützen», beschrieb Markus Anselment, Regionalgeschäftsführer der IHK, die Absicht.

Die Idee zu den «Paten» ist in Gesprächen zwischen der IHK und den Rotariern geboren worden. Mit im Boot sind die Hauptschulen, die dortigen Sozialarbeiter und die Jugendhilfe.

Die «Paten» stellen eine Verbindung von der Wirtschaft zu den Schulen her, vermitteln Praktika, plaudern bei den Jugendlichen über Berufe oder werden auch mal ganze Klassen in ihren Betrieb einladen, nannte Peter Rösler, Unternehmer (Rose Plastic) und Vizepräsident der IHK Schwaben einige konkrete Möglichkeiten. Zusammen mit Sozialarbeitern und Lehrern bilden die «Paten» Teams, die sich um weitere konkrete Projekte kümmern. Ein Team gibt es für den oberen, eins für den unteren Landkreis.

Neun Paten aus der Wirtschaft sind bisher im Westallgäu gefunden. Erfolgversprechende Gespräche mit weiteren Unternehmen laufen, erklärte Anselment. Zudem wollen die Paten ihre Verbindungen zu Kollegen im Sinne des Projektes nutzen.

Gemeinsames Ziel ist es, «möglichst viele Jugendliche in eine Berufsausbildung zu bekommen», wie Gerhard Hoffmann, Rektor der Lindenberger Hauptschule erklärte. Das Vorhaben wird denn auch von beiden Westallgäuer Hauptschulen begrüßt. «Wir sehen die Paten als Türöffner in die Wirtschaft», formulierte Peter Kramer, Sozialarbeiter an der Volksschule Weiler die Erwartungen.

Und: Die Paten könnten bei dem einen oder anderen Schüler auch eine «Art Elternersatz» spielen, nämlich dann wenn sich die Erwachsenen nicht um die Berufswahl des eigenen Nachwuchses scheren. Zudem, so Kramer, nehme der eine oder andere Jugendliche von einer Bezugsperson außerhalb der Schule eher einen Rat an.

Ergänzendes Angebot

Als «Ergänzung» bestehender Angebote wie den Qualipass sieht Landrat Elmar Stegmann das Projekt. Unterstützt werden die «Paten» auch von den Gemeinden. Lindenbergs Bürgermeister Johann Zeh zeigte sich «zuversichtlich, dass die Zusammenarbeit bald fruchtet». Sein Weilerer Kollege Karl-Heinz Rudolph wünschte sich, dass die Paten den Kontakt zu den jungen Leute halten, auch wenn die eine Lehre begonnen haben. Schließlich brechen nach wie vor etliche junge Leute ihre Ausbildung bald wieder ab.

Wie es an der Lindenberger Hauptschule fast schon Brauch ist, waren die Gäste von der Bläserklasse musikalisch begrüßt worden.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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