Begegnung
Partnerschaft in der Ukraine

Der 'Ostliturgische Lehrerchor' und die Vorstandschaft des 'Förderkreises der Begegnung mit Christen des Ostens' besuchten im Sommer im Rahmen ihrer Partnerschaft mit dem orthodoxen Kloster Hl. Nikolaus die Ukraine.

Im Mittelpunkt stand das 20-jährige Jubiläum des Klosters, das beide Gruppierungen seit seiner Gründung 1991 unterstützen. Vom Flughafen in Kiew fuhren sie mit dem Klosterbus 300 km in die Westukraine/Region Rivne.

Jubiläum in Gorodok

In Gorodok wirkte der Kemptener Chor in der byzantinischen Festliturgie mit, die von Metropolit Irinej zelebriert wurde. Er erinnerte in seiner Ansprache an die Anfänge der Unterstützung durch den Förderkreis, der über ein Jahrzehnt lang Konvoifahrten mit Sachgütern und Lebensmitteln zum Aufbau des Klosters und zum Lebensunterhalt der Schwestern durchgeführt hatte. Spontan lud er den Chor in seine Diözese am Schwarzen Meer ein.

Die herzliche Gastfreundschaft kennen beide Gruppierungen seit zwei Jahrzehnten und so wurde dieser Besuch zu einem richtigen Familienfest. Im Mönchskloster Meschiritze, einem sehr gut erhaltenen ehemaligen Wehrkloster aus dem 15. Jahrhundert, sang der Chor vor der Gnadenikone der Muttergottes aus dem 'Hymnos Akathistos', dem ältesten Marienlob der Ostkirche, später auch in der Kapelle des Mutterklosters. In Kiew gestaltete der Lehrerchor eine Liturgie und ein Konzert in der katholischen Kirche St. Alexander.

Begeisterte Zuhörer applaudierten stehend und überreichten den Sängern Rosen. Die Kollekte spendete der Chor für Straßenkinder. Nächstes Ziel war der Besuch der Straßenkinder in Fastiv. Hier soll unter Mitwirkung des Allgäuer Förderkreises in dem geplanten Familienzentrum eine Allgäu-Etage entstehen.

Derzeit sind etwa 30 Kinder im Barackenkloster der Dominikaner untergebracht, wo sie liebevoll von Schwestern, Patres und Jugendlichen betreut werden. Ein kleines gespendetes Haus wird 20 Kindern eine wärmende Bleibe in der jetzt beginnenden kalten Zeit gewähren. Der Innenausbau wurde mit 21.000 Euro vom Förderkreis mit Allgäuer Spenden gefördert. Am 3. Oktober wird das Haus mit einem Festakt seinem Zweck übergeben.

Neues Zentrum

Der Innenausbau des zukünftigen Familien- und Therapiezentrums, einer ehemaligen Schule, wird derzeit mit Spendengeldern aus dem Ausland in kleinen Schritten begonnen. In diesem Haus plant der Förderkreis die Errichtung der vorher erwähnten 'Allgäu-Etage'. Dieses Projekt wurde bereits am Benefizkonzert der 'Kerber-Big-Band' im Stadttheater in Kempten im Juni des vergangenen Jahres vorgestellt.

'Angesichts der ungeheuren Anstrengungen der Dominikaner mit ihren Teams vor Ort in Fastiv werden beide Vereine, Förderkreis und Lehrerchor, dieses Projekt auch weiterhin konkret unterstützen. So war diese Reise wieder geprägt als 'Reise abseits vom Tourismus' und als wirkliche Begegnung mit Christen des Ostens', erzählt Hans-Jürgen Thiemer.

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