Niedersonthofen
Panorama der Volksmusik

Die Niedersonthofener Jodler feiern heuer ihren 50. Geburtstag. So luden die Sänger alle Freunde der Volksmusik zum «Jodlarobed» in den Kronensaal ihres Heimatortes. «Wir sind überwältigt», gestand Vorsitzender Peter Nessler angesichts der großen Festgesellschaft.

«Wir wollen Mundart und Brauchtum ein bisschen pflegen», kündigte er zurückhaltend an. Und auch die gastgebenden Sänger üb-ten sich in Bescheidenheit: «Mecht no a bizzle singe» - untertrieben sie im Begrüßungslied. Doch dann öffneten die Niedersonthofener Jodler und ihre singenden und spielenden Gratulanten aus dem Oberallgäu, Süd- und Osttirol, dem Bregenzer Wald und der Schweiz in durchweg hochkarätigen Vokal- und Instrumentalbeiträgen ein farbenprächtiges und vielfältiges Panorama der Volksmusik. Im hohen Diskant mit schwierigen Tonsprüngen und abwechslungsreichen Melodien vermittelte das Quintett der Geschwister Walder als Gruß aus Osttirol eine Vorstellung vom kunstvollen variantenreichen Gesang der Nachtigall.

Ei-nen Kontrast zum eher ruhigen Auftritt der Osttiroler lieferte die Oberallgäuer Raffelemusik Hüttlinger-Milz: In mehreren Beiträgen entfaltete das Instrumentalquartett immer wieder sein Temperament. Beim facettenreichen «Fuchsbassar» erreichte das Spiel seinen Höhepunkt.

Spielkultur im Bregenzer Wald

Mit einer im schwierigen Piano dargebotenen Mazurka vermittelte das Quartett der «Bär Blasmusik» einen Einblick in die hohe Spielkultur des Bregenzer Waldes. Zu einem musikalischen Aufstieg «Auf die Käseralm» luden die Oberhöller aus Südtirol ein und besangen die Berge und Täler ihrer schönen Heimat. In kunstvoll polyphonem Gesang setzte sich das eidgenössische Rüegge Quintett für die Liebe ein: «Wenns a koi Liebe gäb» gaben die Schweizer zu bedenken.

Ulrike Zöller vom Bayerischen Rundfunk zeigte sich vom Programm, der schönen Atmosphäre und dem prächtigen Wirtshaussaal beeindruckt. Viele Gruppen waren bemüht, alles nur Mögliche in das Programm hineinzupacken, resümierte der Vorsitzende Peter Nessler zum Abschied. Die Festgesellschaft war der gleichen Meinung und spendete kurz vor Mitternacht großen Beifall.

Der Bayerische Rundfunk sendet eine Aufzeichnung des Konzerts am Freitag, 15. Mai, um 19.05 Uhr auf Bayern 1.

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