Special Autowinter SPECIAL

Pannenursache Nummer Eins: Das Dauer-Problem Autobatterie

Stuttgart (dpa/tmn) - Solange sie funktioniert, kümmern sich die wenigsten Autofahrer um ihre Autobatterie. An einem kalten Wintermorgen kann sich das ändern - wenn das so lange missachtete Teil endgültig seinen Geist aufgegeben hat.

Die Batterie ist mit steigendem Anteil die Pannenursache Nummer Eins. Laut dem Auto Club Europa (ACE) in Stuttgart stieg der Anteil defekter Batterien als Pannenauslöser von 24,75 Prozent 2005 auf rund 28 Prozent 2006. Motorprobleme folgen - bei sinkendem Anteil - mit nur 16,37 Prozent auf dem zweiten Platz vor der übrigen Elektrik und Elektronik, die für 11,58 Prozent der Pannen verantwortlich war.

Das Problem findet sich im Umfeld, in dem die Batterie zu arbeiten hat. << Moderne Automobile stellen durch die vielen Verbraucher hohe Anforderungen an die Batterietechnik >>, sagt Herbert Schreier, Verkaufsleiter des Herstellers Moll Batterien in Bad Staffelstein (Bayern). Als Verbraucher gilt im Grunde alles, was nicht von Hand bewegt wird: Das Radio braucht ebenso Energie wie die heizbare Heckscheibe, der Fensterheber, die Sitzheizung und, und, und. Die Vorliebe der Autobauer für neue Technologien führt dazu, dass die Liste der Verbraucher immer länger wird.

Um optimal zu arbeiten, muss die Autobatterie möglichst optimal geladen sein. << Allerdings sind Batterien immer ein Element der Vernachlässigung >>, sagt ACE-Sprecher Rainer Hillgärtner. Das fängt damit an, dass kaum Gedanken daran verschwendet werden, wie es der Batterie gefällt, wenn der Wagen nur auf Kurzstrecken bewegt wird, während Radio, Heckscheibenheizung und andere Verbraucher eingeschaltet sind. Dann hat die Batterie kaum Gelegenheit, wieder zu Kräften zu kommen - Startschwierigkeiten sind sehr wahrscheinlich.

Ebenfalls kaum bewusst ist Autofahrern, dass es sich bei einer Batterie um ein Verschleißteil handelt. Je nach Einsatz und Behandlung kann eine Autobatterie laut Herbert Schreier mit Glück bis zu zwölf Jahre halten. In anderen Fällen sind es dagegen nur zwei Jahre. Der ADAC in München nennt als Richtwert eine durchschnittliche Lebensdauer von vier bis fünf Jahren.

Die Alterung sollte bereits beim Kauf berücksichtigt werden. << Es ist ratsam, in einem Laden zu kaufen, von dem man weiß, dass dort der Batterie-Umsatz recht hoch ist >>, rät Stefan Grabmaier, Projektleiter Verbraucherschutz im ADAC-Technikzentrum im bayrischen Landsberg. Dann ist auch die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die verkaufte Ware noch recht jung ist. Laut Grabmaier gibt es auch andere Fälle: << Ich habe selber in Geschäften schon Batterien gesehen, die bereits zwei oder zweieinhalb Jahre alt waren. >> Ein Käufer kann das Alter einer Batterie jedoch kaum feststellen - bestenfalls eine Staubschicht auf dem zu kaufenden Stück ist ein Indiz für ein gewisses Alter.

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