Pfronten
«Pandora» hat ihm Glück gebracht

Während Pandora - oder zumindest ihre Büchse - laut dem griechischen Mythos nur Unheil verbreitet, hat sie Thomas Magg aus Pfronten (Ostallgäu) viel Glück gebracht: Pandora ist nämlich der Name des Cocktails, mit dem der 40-Jährige deutscher Meister im Cocktailmixen wurde.

Nach einer erfolgreichen bayerischen Meisterschaft im Januar dieses Jahres, trat er Anfang August in Berlin vor etwa 2000 Zuschauern gegen Konkurrenten aus allen Bundesländern an - und er holte sich den Titel.

Die Dekoration macht's

«Das Besondere an Pandora ist die sogenannte by-side-Dekoration. Ich habe nichts direkt ans Glas gesteckt, sondern einen Teller mit Kokosstreifen, Himbeeren und - als Höhepunkt - einem Röschen aus Käse dekoriert», erzählt der 40-Jährige von seinem Erfolgsrezept. «Der französische Käse harmoniert perfekt mit dem fruchtigen Mango-Maracuja-Geschmack des Getränks».

Gelernt hat der zweifache Vater die Cocktail-Zubereitung nicht beruflich sondern in einem Barkeeperkurs. Schnell war jedoch klar, dass dies mehr als ein Hobby ist und er eröffnete mit Freunden einige Bars. Sein letztes laufendes Projekt, das «Amadeus» in Pfronten, gibt er nun nach 18 Jahren auf und konzentriert sich nur noch auf seinen Cateringservice, mit dem er schon den Presseball in Berlin versorgte. Und natürlich auch auf die Cocktailmeisterkarriere. «Im November 2010 gehts zur Weltmeisterschaft nach Singapur», erzählt Magg, «bisher weiß ich nur, dass ein halbes Jahr vorher gelost wird, welches alkoholische Getränk ich verwenden muss und dann kann ich mich wieder ans Cocktail-Kreieren machen».

Geschmack, Aussehen, Technik

Eines ist jedoch bereits sicher: Die Jury wird wieder streng sein, wenn nicht noch strenger als in Berlin: «Bei der Deutschen Meisterschaft wurde jeder Cocktail in den Kategorien Geschmack, Aussehen, Dekoration, Technik und Gesamteindruck bewertet», berichtet Magg. Technik bezeichne jedoch nicht, wer die Flaschen und Gläser besser durch die Lüfte fliegen lässt, sondern ob beispielsweise kein Arbeitsschritt vergessen oder ohne kleckern gearbeitet wird.

Über ein Jahr hat Magg nun noch Zeit, zu üben und sich in Sachen Geschmack und außergewöhnlichen Dekorationsdesigns auszuprobieren. Dann tritt er gegen die besten Barkeeper und Cocktailmixer aus insgesamt 52 Nationen an. «In einer japanischen Zeitschrift werde ich schon als Titel-Favorit gehandelt», schmunzelt Magg «mal sehen, ob sie recht haben».

Welchen Cocktail der Meister selbst am liebsten mag? «Einen wirklichen Liebling habe ich nicht, aber wenn, dann mag ich es eher fruchtig-trocken».

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