Pädagogische Wurzelarbeit in der Natur

Leuterschach/Ostallgäu | az | 'Zurück zu den Wurzeln' oder vielleicht doch noch etwas anderes? - Diese Frage stellten sich die Mitglieder des Ostallgäuer Kreisverbandes der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), als sie den Naturkindergarten Purzelbaum bei Marktoberdorf besuchten. Dessen Leiterin Irene Rohrsetzer gab Auskunft auf alle Fragen und vermittelte bei einem Spaziergang einen Eindruck davon, was Waldpädagogik will und kann.

Am Anfang des Waldkindergartens standen sehr alltägliche und nüchterne Gründe: Es gab zu viele Kinder und zu wenig Räume. Aber es gab Lösungsideen: Der Wald als Kinderraum. Man stieß auf offene Ohren sowohl bei den Eltern als auch beim kommunalen Träger, der Stadt Marktoberdorf. So entstand vor vier Jahren der Naturkindergarten. Das Konzept werde derart gut angenommen, dass heute doppelt so viele Kinder hätten angenommen werden können, als Plätze frei werden, hieß es im Gespräch.

Den Besuchern wurde schnell klar, warum diese Einrichtung so beliebt ist: Es ist ein Ort der Weite und der Freiräume, in der Kinder die unmittelbare Natur mit allen Sinnen erleben können. Dabei lernen sie zugleich unmissverständlich einige Grundregeln, wie etwa die, nichts in den Mund zu nehmen, was man nicht sicher kennt. Zudem entwickeln die Kinder selbständig viele eigene Spielsachen aus den Naturmaterialien und spielen damit phantasievoll und kreativ.

'Der Stadt Marktoberdorf ist für ihren Mut und ihre Aufgeschlossenheit zu gratulieren', zog die Vorsitzende der GEW, Ilona Deckwerth, ein Fazit. Sie und ihre Begleiter wünschten sich, dass auch in anderen Kommunen des Ostallgäus und in Kaufbeuren die Idee der Waldpädagogik Wurzeln schlagen möge.

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