Abenteuer
Ottobeurer baut sich Katamaran und geht auf Reisen

Ein Sturm kommt auf. Der Wind erhebt sich, die Temperaturen fallen ab. Meterhohe Wellen peitschen gegen den Bug des Schiffes. Auf einen Schlag wird es stockdunkel. Für Segler eine Extremsituation. «Die Angst spürt man erst, wenn es vorbei ist», erzählt Alex Alker aus Ottobeuren. Der 63-jährige Hobbysegler hat sich vor rund zehn Jahren einen Traum erfüllt und sich seinen eigenen Katamaran gebaut - aus Eichen- und Nadelholz, Sperrholz und Laminat. Und zwar in einer alten Hütte, die er zur Werkstatt gemacht hat. Mehrere Jahre hat Alker an seinem Traum gearbeitet - seine Freizeit und viel Geld investiert.

Jahre später hat er seinem Freund das Boot abgekauft und fuhr damit die Küste Kroatiens an, griechische Inseln und das italienische Festland. «Was bleibt, sind Erinnerungen an Kleinigkeiten, an Augenblicke», sagt Alker. Ein markanter Berg, eine kleine Kapelle, eine freundliche Wirtin oder eine schöne Bucht.

«Luxusgüter» wie Warmwasser, Heizung oder Dusche gibt es auf seinem selbst gebauten Katamaran nicht. Dafür gibt es auf hoher See viel Zeit. Zeit zum Nachdenken, zum Lesen und Zeit, sich auf das Bevorstehende vorzubereiten: «Wie ein langsamer Radfahrer bewegt man sich auf eine Insel zu. Der erste Eindruck ist meistens der Duft des Festlands», sagt er: «Man fühlt sich wie ein kleiner Entdecker. Entdeckt für sich selbst ein Stück Welt.

» Sein zwölf Meter langes Boot hat er Firlefanz II getauft. Spricht er den Namen aus, beginnt er zu lachen. «Es soll die Spinnerei meines Tuns beziehungsweise die Liebhaberei für das Segeln ausdrücken. Im Leben ist sonst immer alles so ernst.»

Ernsthaftigkeit ist aber auch an Deck gefragt. Für die Nacht auf hoher See müssen Wachen eingeteilt werden. Und alles ist akribisch durchgeplant, damit Treibstoff, Lebensmittel- und Trinkwasservorräte nicht ausgehen. «Auch die Kraft muss man sich einteilen, die man zum Durchhalten auf hoher See braucht.»

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