Special Ostern ÜBERSICHT

Ostallgäu / Schwangau
Ostern - welche Kraft von Gott kommt

Ostern im südlichen Ostallgäu. Das war der gewohnte Feiertagsstau auf den Straßen, das war durchwachsenes Wetter, das aber dennoch nicht von einem Osterspaziergang abhielt. Das war aber vor allem die Botschaft von der Auferstehung des Herrn, die die Christen landauf landab in übervollen und festlich geschmückten Kirchen feierten.

Für Pfarrer Edmund Gleich, der im Sommer in Ruhestand geht, war es die letzte Osterpredigt als Schwangauer Seelsorger. Wie alle ging er auf den ersten Korintherbrief des Paulus ein, in dem dieser Christus als zweiten Adam bezeichnet. «Mit Christus kommt ein neuer Anfang für die Menschheit», so Pfarrer Gleich. Und neu sind Jesu Worte, seine Taten, seine Passion, seine Botschaft der Auferstehung. «Wer die Auferstehung leugnet, ist von allen guten Geistern verlassen», so Pfarrer Gleich. Und in der Bibel sei die Rede von mindestens 520 Zeugen, die den Auferstandenen sahen.

Schon Paulus ging auf die Zweifel ein. Und Füssens evangelischer Pfarrer Joachim Spengler beschäftigte sich mit diesen in seiner Osterpredigt. «Doch was bliebe ohne Ostern, ohne die Auferstehung Christi noch vom Leben? Wie ist das mit Ostern - kaum zu glauben oder wahr?» fragte Spengler. Die Antwort sei eine Glaubensfrage, «denn wenn wir nur für das jetzige Leben auf Christus hoffen, sind wir bedauernswerter als irgendjemand sonst auf der Welt», zitierte der Geistliche Paulus. Ohne die Auferstehung, dank derer man schon im alltäglichen mit der «befreienden Liebe Gottes» rechnen könne, könne einem auch der Tod die Zukunft nicht verbauen - in der Würde und dem Wert, die Christus jedem gab und die über den Tod hinaus gelten.

Im Hochamt in St. Mang zu Füssen zitierte Dekan Frank Deuring die vierjährige Tochter von Freunden. Als man sie fragte, wo sie denn vor ihrer Geburt gewesen sei, antwortete sie: «Ich glaube, ich war im lieben Gott versteckt.» Dieses Kind habe erkannt, dass es aus Gott sei und dass er ihr ganzes Leben durchwirke. Sie habe noch das Staunen, das ihr helfe, die unscheinbaren Dinge als etwas Göttliches zu sehen und Unmögliches zu glauben.

Den Jüngern, die den harten Tod Jesu miterlebten, fiel dieser Glaube am leeren Grab schwer, ja sie taten die Botschaft von der Auferstehung des Herrn zunächst als leeres Geschwätz ab, fuhr Pfarrer Deuring fort. Petrus ging voll Staunen, voll Verwunderung nach Hause, als er das leere Grab gesehen hatte.

Dieses Staunen und diesen Glauben an die frohe Botschaft zu Ostern müsse man sich auch im täglich Leben erhalten, einem Leben, in dem nicht immer alles glatt laufe, in einem Leben, zu dem auch der Tod gehöre. «Doch Gott macht Unmögliches möglich, er erweckt Tote zum Leben. Das gibt uns Hoffnung. Und an Ostern dürfen wir uns wieder neu bewusst werden, welche Kraft von Gott kommt,» rief Pfarrer Deuring die Menschen auf, es den Jüngern Jesu gleich zu tun und zu glauben.

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