Ostallgäus Helden: schwitzend aber glücklich

Marktoberdorf/Ostallgäu | dec | 31 von 40 Gruppen waren schon Sonntagmittag mit ihren Aufgaben fertig. 'Es hat alles wunderbar geklappt', sagt Günter Frey, Vorsitzender des Kreisjugendrings (KJR) Ostallgäu, über den Verlauf der Aktion 'Drei Tage Zeit für Helden' des Bayerischen Jugendrings. Jugendliche aus ganz Bayern lösten dabei von Donnerstag 18.15 Uhr bis Sonntag 18.15 Uhr soziale, politische, integrative und ökologische Aufgaben.

Das Ostallgäu war der schwäbische Kreis mit den meisten Helden (rund 900). Und bis Sonntagabend schafften sie fast alle ihre Aufgaben. Nur den Royal Rangers aus Kaufbeuren und der Jugendfeuerwehr Kaltental ging das Material aus. Es wurde nachbestellt und nächste Woche geht es weiter. Die Gruppen des Aktiven Dorfs Baisweil und Lauchdorf mussten ein Geländer verzinken. Auch sie können erst nächste Woche fertig werden. Und die Jugendfeuerwehr Kaltental hat im Dillishauser Kindergarten mit der Spielplatzrenovierung ein Projekt, dass sie laut Frey nicht an einem Wochenende schaffen konnte. Auch sie macht weiter.

Hinter allen jungen Helden liegen anstrengende Tage. 'Es war sehr heiß und alle sind ziemlich kaputt', sagte Frey gestern. 'Trotzdem ist die Stimmung super. Ich hätte gedacht, wir müssten mehr motivieren. Aber ab und zu ein gutes Wort hat voll und ganz gereicht.' 'Es war lustig', bestätigt die zehnjährige Dorina. 'Viel besser', als die Bundesjugendspiele, die sie am Freitag in der Schule gehabt hätte. Wegen der Aktion hatte sie schulfrei. Dorina hat mit 14 anderen Helden vom JoKiTa- (Johanneskirchen-Tanz-) Team aus Marktoberdorf Orff-Instrumente für die Offene Behindertenarbeit der Lebenshilfe Ostallgäu gebaut. Gestern beim Familiengottesdienst feierten die Schellenkränze, Trommeln und Klangstäbe Premiere. 'Danach haben wir sie an die Lebenshilfe übergeben', sagt Claudia Ottenthaler, Leiterin der Jugendgruppe. 'Den Kindern hat es viel Spaß gemacht, auch wenn es bei der Hitze anstrengend war.'

Eine Abkühlung und vor allem Schlaf braucht auch die Landjugend Ruderatshofen nach dem Heldenwochenende. 'Wir haben zu 18. in einem Raum übernachtet. Da hat es gedauert, bis alle ruhig waren', erzählt der 16-jährige Johannes Vogl. Und besonders am Samstag sei es sehr heiß gewesen, beim Bau des Grill- und Zeltplatzes in Ruderatshofen. 'Aber unterkriegen ließ sich niemand. Keiner wollte sich nachsagen lassen, er hätte nicht gearbeitet. Die Aktion hat Spaß gemacht. Wir wären sofort wieder dabei.'

Alle Heldengruppen erhielten Lob. 'Viele Außenstehende halten das Projekt für eine gute Sache', erzählt Frey. Über die Jugendfeuerwehr Marktoberdorf etwa habe ein Mann gemeint: 'Es ist enorm, was die jungen Leute da leisten.' Sie hatte den Bachweg und den Pfarrer-Mayr-Gedächtnisweg in Halblech saniert. Ihr Lohn: Freier Eintritt ins Trauchgauer Freibad.

Unfälle oder ähnliches gab es laut KJR-Vorsitzendem Frey während des ganzen Wochenendes nicht. 'Wir hatten nur ein Mädchen, dem schwindelig war, einen Bienenstich und einen Schnitt in den Finger.' Im Verhältnis zu den 900 Teilnehmern können man also sagen, es sei nichts passiert.

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