Ostallgäu schneidet gut ab

Marktoberdorf/Ostallgäu | rel | Mit einer Arbeitslosenquote von 3,2 Prozent (Dezember 2007) zählt das Ostallgäu zu den besten Arbeitsmarktregionen dieser Republik. Das hat auch zur Folge, dass hier die Zahl der Hartz-IV-Empfänger.relativ niedrig liegt. 'Was Hartz IV betrifft, sind wir unter den besten Bezirken Bayerns zu finden', berichtet Thomas Liebner, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft zur Grundsicherung Arbeitsuchender im Ostallgäu (Arge Ostallgäu). Aber auch im bundesweiten Vergleich finde man das Ostallgäu unter den besten Bezirken. 2007 gab es durchschnittlich 815 Hartz IV-Empfänger. Das bedeutet: Etwa jeder dritte Arbeitslose bezog Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II.

Eine Dezember-Arbeitslosenquote von 3,2 Prozent (insgesamt 2185 Erwerbslose) spiegelt eine gute Arbeitsmarktsituation wider. Laut Arge-Geschäftsführer Liebner entfielen davon etwa 2,1 Prozent auf Bezieher von Arbeitslosengeld von der Arbeitsagentur (1396 Personen) und rund 1,1 Prozent (789 Personen) auf Hartz IV-Empfänger. Den Kreis der Hartz IV-Bezieher weiter zu verkleinern, werde künftig schwieriger als bisher. Denn ein nicht unerheblicher Teil von ihnen habe keinen Schul- oder Berufsabschluss, gesundheitliche Einschränkungen oder es fehle an Motivation.

2220 Personen, Paare oder Familien im Ostallgäu erhielten 2007 erstmals oder nach einer Unterbrechung neu Hartz IV. Auf der anderen Seite schieden fast 2500 Empfänger aus. Davon fanden rund 830 Frauen und Männer wieder Arbeit.

Das Team der Arge Ostallgäu vermittelte dabei über 700 Jobs. 'Das ist ein gutes Ergebnis' kommentiert Liebner diese Zahl und verweist auf eine bundesweite Untersuchung von 45 Argen mit besonders niedriger Arbeitslosenquote. Dabei belege das Ostallgäu Platz neun bei den Vermittlungen. Den Erfolg begründet er zum einen mit der guten Arbeitsmarktlage, zum andern mit dem Engagement seiner Mitarbeiter.

Die gestiegene Kräftenachfrage vieler Ostallgäuer Firmen führte auch dazu, dass der Kreis der Langzeitarbeitslosen abnahm: Von 328 Betroffenen Anfang 2007 auf 263 im Dezember. Nach den Erfahrungen von Liebner haben auch ältere Langzeitarbeitslose gute Chancen, einen Job zu finden. 'Die Arbeitgeber schätzen wieder die Erfahrung von Älteren', hat er beobachtet. Das Alter sei heute kaum noch ein Einstellungshemmnis. Großen Wert legten die Arbeitgeber aber auf 'den passenden Beruf, die richtige Qualifikation und gute Gesundheit'.

Zumindest was die Qualifikation betrifft, kann die Arge etwas beisteuern - sofern der Arbeitslose motiviert ist. 'Wir investieren viel Geld in Qualifizierungsmaßnahmen, um die Menschen wieder auf dem Arbeitsmarkt unterzubringen', so der Leiter.

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