Bildungsprogramm
Ostallgäu: Exkursion zum Abschluss der Veranstaltungsreihe

Mit dem 'Bildungsprogramm Wald' hat sich die Bayerische Forstverwaltung an die Waldbesitzer des Landkreises Ostallgäu gewandt, um deren Fachwissen, Hintergrundwissen, vor allem aber die Freude am Waldbesitz zu steigern. Der Intensivkurs setzte sich aus acht Vorträgen zu verschiedenen Themen und einer Exkursion durch den Wald zusammen.

Die Veranstaltung, die heuer zum zweiten Mal organisiert wurde, richtete sich insbesondere an die Waldbesitzer im nördlichen Landkreis.

Mit 65 Teilnehmern hatte die Veranstaltungsreihe ihre Maximalkapazität erreicht, sodass nicht einmal alle Interessenten mitmachen konnten. Die abschließende Exkursion fand vor Kurzem im Dürrenwald zwischen Ketterschwang und Rieden statt.

Das Team um Forstdirektor Gerhard Limmer, Abteilungsleiter im Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kaufbeuren, gab den Anwesenden praktische Tipps zur Waldpflege. Dazu war ein Rundkurs mit mehreren Stationen eingerichtet. Das schwierige Thema Jugendbestandspflege stand am Anfang.

Hier hat in den vergangenen Jahren ein Paradigmenwechsel weg vom Aussondern der 'schlechten Bäume' hin zur Förderung der besonders guten stattgefunden. Es gab unter anderem Ratschläge, mit welchen Maßnahmen ein guter Baum gefördert werden kann.

Da die Arbeit im Wald schon lange nicht mehr Handarbeit ist, gehörte auch die Demonstration verschiedener Großgeräte, etwa zur Wegepflege, zum Programm. Thema hierbei waren auch die Rahmenbedingungen, die eine maschinelle Ernte wirtschaftlich machen – von sinnvoll angelegten Rückegassen bis zu Gemeinschaftsaktionen mehrerer Waldbesitzer.

Auch der Klimawandel ist für Waldbauern ein sehr wichtiges Thema. Daher wurden Wege vorgestellt, wie sinnvoll darauf reagiert werden kann. Insbesondere der Schritt vom reinen Fichtenwald hin zu einem stabileren Mischwald wurde exemplarisch demonstriert.

Ebenso wichtig waren Informationen über die verschiedenen Baumarten mit ihren Eigenschaften, Vor- und Nachteilen und Verwertungsmöglichkeiten. Nach knapp vier Stunden geballter Information im Wald erhielten die Teilnehmer zum Abschluss ihre Kursunterlagen, das Teilnahmezertifikat und eine kleine Lärche, den Baum des Jahres 2012.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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