Kaufbeuren / München
«Optimale Bedingungen für Studenten»

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Dem Chef gefällts: Dr. Roland Jüptner, Präsident des Bayerischen Landesamtes für Steuern, zeigte sich jüngst beim Besuch in Kaufbeuren begeistert von dem Campus, auf dem derzeit die Außenstelle der Herrschinger Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege in Bayern, Fachbereich Finanzwesen, entsteht.

Wie berichtet, wird auf dem Gelände der früheren neurologischen Klinik am Kaiserweiher im Oktober der Lehrbetrieb aufgenommen. Bis zu 240 Studenten, angehende Finanzbeamten des gehobenen Dienstes, werden in der Wertachstadt ausgebildet. «Der Standort ist mitten im Grünen, trotzdem ist die Stadt fußläufig gut erreichbar. Ich denke, in der Außenstelle herrschen optimale Lernbedingungen für die Studenten», so Jüptner. Der Osterzeller mit Dienstsitz in München ist - und zwar sobald die Studenten mit ihrer Ausbildung fertig sind - ihr Chef: «Weshalb ich natürlich ein Interesse an einer möglichst guten Ausbildung habe.» Aber die werde in Kaufbeuren sicherlich ermöglicht.

Jüptner lobte auch den Einsatz der Bauherrn, der Bezirkskliniken Schwaben (die Besitzerin der ehemaligen neurologischen Klinik ist) und der Sparkasse Kaufbeuren. Sie ist Eigentümerin des derzeit ebenfalls entstehenden Studentenwohnheimes in der Neugablonzer Wiesenstraße mit Übernachtungsplätzen für 116 Personen. Beide Gebäude werden auf die Dauer von zunächst fünf Jahren an das Finanzministerium, in dessen Zuständigkeitsbereich die FH Herrsching und die Außenstelle Kaufbeuren liegen, vermietet. Wieviel Euro so nach Kaufbeuren fließen, darüber hüllt sich das Finanzministerium in Schweigen. «Das können wir mit Rücksicht auf unsere beiden Vertragspartner, die Bezirkskliniken und die Sparkasse, nicht bekannt geben», so Peter Rötzer, zuständiger Referatsleiter im Finanzministerium.

Er betont aber, dass Kaufbeuren im Vergleich zu seinem Mitkonkurrenten Bad Tölz günstiger gewesen und letztlich auch jetzt billiger als Herrsching selbst sei.

Kaufkraft fließe zudem über die Studenten nach Kaufbeuren. Die 240 Anwärter bekommen einen Sold von 900 Euro netto, macht summa summarum also monatlich 216000 Euro, die zumindest rein theoretisch in der Region ausgegeben werden könnten.

Mit den Studentenzimmern in der Ex-Neurologie (für insgesamt 32 Kommilitonen) verfügt Kaufbeuren ab Oktober über 148 Wohnheimplätze - zu wenig freilich für die insgesamt 240 Lernenden. «Soviele sind es aber nur zu Spitzenzeiten», erläutert Jüptner. Deshalb werden absichtlich nur rund 150 Plätze vorgehalten. Der Rest wird in der hiesigen Hotelerie untergebracht. «Das ist sicherlich eine gute zusätzliche Einnahmequelle für die Hotelbesitzer und gut für die Region.

» Bezahlen muss auch dies das Finanzministerium. Zu den Kosten gibt es keine Angaben. «Die Verträge werden derzeit erst ausgehandelt», so Jüptner.

Zwar soll die Außenstelle vorerst nur fünf Jahre existieren. «Es gibt aber Verlängerungsoptionen.» Ob diese genutzt werden, entscheiden die Einstellungszahlen des Ministeriums im Jahr 2014. «Ich persönlich wünsche mir aber aus alter Verbundenheit zu Kaufbeuren eine Verlängerung», meint Jüptner, der in Kaufbeuren aufgewachsen ist.

Unterdessen existieren auch in der Innenstadt bereits Zeichen, dass Kaufbeuren Hochschulstandort wird.

Neun Hinweisschilder hat die Verwaltung aufgestellt, «schon jetzt zu diesem frühen Zeitpunkt, weil auswärtige Baufirmen den Standort suchen», so Jürgen Schlamber, bei der Stadt zuständig für den Bereich Verkehr.

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