Lindenberg
Oktoberfest, Heidi und die deutsche Gemütlichkeit

Bei sonnigem Wetter ging es am Sonntag für 36 Amerikaner aus Saline in luftige Höhen. Auf dem Programm standen der 1834 m hohe Hochgrat und eine Vollmondfahrt. Mit Wanderstöcken und Fotoapparaten ausgerüstet, ließen es sich die meisten Amerikaner nicht nehmen, nach der Gondelfahrt das letzte Stück zum Gipfelkreuz in Angriff zu nehmen. Schon auf dem Weg dorthin konnte man das ein oder andere «atemberaubend» beim Anblick des Nagelfluh-Panoramas vernehmen.

Für eine körperliche Stärkung sorgten anschließend die Wirte des Staufner Hauses, das sogar die amerikanische Flagge aufgehängt hatte. Dass es dort ein wenig eng wurde, störte die Gäste aus Saline nicht - schließlich mögen sie neben der Gastfreundlichkeit die deutsche Gemütlichkeit, wie sie sagen.

Nancy Beyers gestand noch nebenbei, dass sie sich die Bergwelt immer so vorgestellt hatte, wie sie die Schweizer Autorin Johanna Spyri in ihren Heidi-Büchern beschrieben hatte. «Das Bild hat sich bestätigt», sagt sie und lacht.

«Bisher ist alles prima verlaufen» resümiert Dr. Friedrich Haag, Vorsitzender des Partnerschaftsvereins, die vergangene Woche. Den Amerikanern, die allesamt in Gastfamilien untergebracht sind, wurde bereits ein abwechslungsreiches Programm geboten. So ging es unter anderem mit dem Allgäu-Franken-Express nach Nürnberg, um die Altstadt und das Dokumentationszentrum über den Nationalsozialismus zu besuchen.

Ein Höhepunkt war die Fahrt nach München zum Oktoberfest, das in Saline übrigens dieses Jahr auch schon stattgefunden hat. Trotz des anfänglichen «Kulturschocks», wie Dr. Friedrich Haag sagt, zeigten sich alle begeistert von dem multikulturellen Volksfest. «Allerdings hat mir das Oktoberfest in Weiler besser gefallen als das Münchner Original», meint die 15-jährige Marielle Driskell, der vor allem die «Allgäuer Dorfmusikanten» gut gefielen - und dass alle auf den Tischen und Bänken tanzten: «So was gibt es in Amerika nicht»

Bis zur Abreise am 13. Oktober haben die Gäste aus Saline und die Mitglieder des Partnerschaftsvereins noch einiges vor: Am Montag brach die Gruppe auf nach St. Moritz, um anschließend zwei Tage am Comer See und in Mailand zu verbringen. Zudem sind Ausflüge zu den Pfahlbauten in Unteruhldingen und zur Barockkirche Birnau geplant.

Der Förderverein des TSZ Lindenberg richtet am Samstag einen «Südtiroler Abend» aus, an dem die Amerikaner regionale Spezialitäten kosten können. Vor dem Rückflug nach Saline wird es eine Abschiedsfeier geben.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen