Ohne Wenn und Aber

Westerheim/Sontheim/Ottobeuren l bum, ey, sdo l Die Ratsgremien der Gemeinden Westerheim und Sontheim sowie des Marktes Ottobeuren haben sich in ihren jüngsten Sitzungen ohne große Diskussionen dafür ausgesprochen, sich am gemeinsamen Hochwasser-Schutzprojekt für das Günztal zu beteiligen.

Nach nicht einmal fünf Minuten stimmten die Sontheimer Räte ohne Wenn und Aber den Planungen zu. Es wurde betont, dass diese Maßnahme für Sontheim äußerst notwendig und nur mit dem derzeitigen Angebot des Freistaates Bayern für die Gemeinde machbar sei.

In Westerheim das selbe Bild: Auch hier waren sich die Räte einig und stimmten dem Projekt geschlossen zu. Auch die Mitfinanzierung durch die Gemeinde Westerheim über das vom Wasserwirtschaftsamt vorgeschlagene Umlagesystem fand die Zustimmung des Gremiums. Die Westerheimer Räte betonten, dass sie Wert darauf legen, dass alle nutzziehenden Gemeinden in die Finanzierung eingebunden werden. Zudem sollte sich ihrer Meinung nach auch der Landkreis finanziell beteiligen. Auch sollte geprüft werden, ob EU-Fördergelder beantragt werden können.

Mit 19:1 Stimmen für das Projekt endete die Abstimmung in Ottobeuren. Der nach derzeitigen Schätzungen auf den Markt entfallende Anteil von 2,68 Millionen Euro soll in den Investitionsplan aufgenommen werden. Die Verwaltung wurde gleichzeitig beauftragt, hinsichtlich der Aufteilung der Kosten und der Kostenbeteiligung des Freistaats Bayern kostensenkende Verhandlungen zu führen. Ergänzt wurde der Beschluss um zwei Punkte: So soll die Staatsstraße Eldern nicht durch das dort vorgesehene Hochwasserrückhaltebecken, sondern östlich am Rande vorbei geführt werden. Ferner soll die Lage des Dammes beim geplanten Hawanger Rückhaltebecken geprüft werden.

'Gestalterisch einwirken'

Man habe jahrelang nichts gemacht, beklagte Helmut Hummel (Freie Wähler, FW) die jetzt so eilige Vorgehensweise angesichts 'dieses gewaltigen Baukörpers', dem er nicht zustimmen könne. In den Stellungnahmen der Fraktionen befürworteten alle Sprecher den Hochwasserschutz grundsätzlich. Markus Albrecht (CSU) regte jedoch die Verlegung der Staatsstraße Eldern an. Otto Wanner (FW) hinterfragte die Größe des Beckens und bedauerte, dass Ottobeuren nach dieser Entscheidung keinen Einfluss mehr bei diesem Großprojekt habe. Karl Erdle (SPD) drängte darauf, bei der großen Dammhöhe von zehn Metern gestalterisch noch einzuwirken.

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