Obermaiselstein spart, saniert aber Straßen weiter

Der Gemeinderat Obermaiselstein hat den Haushalt für 2013 verabschiedet. Bei der Sitzung wurden zwei Abgabenerhöhungen für die Bürger beschlossen: Die Kosten für die Abwasserbeseitigung werden um 12 Cent pro Kubikmeter erhöht, und der Hebesatz der Grundsteuer B steigt von 350 auf 380 Prozent. Die Mehreinnahmen hieraus betragen 17 500 Euro; sie sind im Haushalt fürs nächste Jahr noch nicht eingerechnet.

Der Gesamthaushalt schließt mit 3,328 Millionen Euro. Der Verwaltungshaushalt umfasst 2,674 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt 654 000 Euro. Zu den höchsten Einnahmen zum Verwaltungshaushalt gehören der Kurbeitrag (300 000 Euro), der Anteil an der Einkommenssteuer (269 000 Euro) und die Schlüsselzuweisungen, die mit 305 000 Euro deutlich höher ausgefallen sind als erwartet.

Als größte Brocken stehen rund 407 000 Euro an Personalkosten sowie 361 000 Euro Kreisumlage auf der Ausgabenseite. Für Investitionen stehen der Gemeinde 210 000 Euro als freie Finanzspanne zur Verfügung.

Das Investitionsvolumen der Gemeinde beträgt 2013 570 000 Euro. Größte Posten sind der Straßenbau (260 000 Euro) und die Generalsanierung des Haus des Gastes (100 000 Euro). Die Finanzierungslücke von 138 000 Euro könne, so Kämmerin Christine Mayland, durch Kreditaufnahmen oder aus den Rücklagen gedeckt werden. Die gemeindlichen Reserven belaufen sich derzeit auf gut 292 000 Euro.

'Bürger verdienen ja nicht mehr'

Bei der Diskussion sprachen sich einige Räte für einen Sparkurs aus. Man könne nicht immer Beiträge erhöhen, meinte Gemeinderat Reiner Müller. 'Die Bürger verdienen ja nicht mehr.' Michael Stetter wollte auf der Suche nach Einsparmöglichkeiten gleich Punkt für Punkt der Ausgabenliste durcharbeiten.

Mit der Straßensanierung könne man nicht warten, sagte Bürgermeister Peter Stehle. 'Wir richten ja nicht, wir flicken ja nur.' Die Gemeinde habe sparsam gewirtschaftet. Beim Sparen müsse man 'im Kleinen’ anfangen, meinte Gemeinderat Christian Schratt. Etwa beim Energieverbrauch. Bis Ende 2012 hat die Gemeinde knapp 1,5 Millionen Euro Schulden. Das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 1 493 Euro.

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