Öffnung von Skigebieten und Gastgewerbe
Oberallgäuer Landrätin Baier-Müller und Bürgermeister wenden sich mit Resolution an Söder

Bergbahnen sollen in Bayern noch bis Januar geschlossen bleiben. (Symbolbild)
  • Bergbahnen sollen in Bayern noch bis Januar geschlossen bleiben. (Symbolbild)
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Mit einer gemeinsamen Resolution wenden sich die Oberallgäuer Landrätin Indra Baier-Müller und die Oberallgäuer Bürgermeister an Ministerpräsident Markus Söder und Staatsminister Hubert Aiwanger. Sie sind davon überzeugt, dass die Tourismus-Branche Teil des Kampfes gegen die Corona-Pandemie sein kann.

Hygienekonzepte im Tourismus im Sommer gut umgesetzt

Die Gesamtwertschöpfung aus dem Bereich betrage im Oberallgäu über 20 Prozent. Die Bergbahnen, Hotels und Gastronomiebetriebe hätten in den Sommenmonaten Corona-gerechte Betriebs- und Hygienekonzepte vorbildlich umgesetzt. Daher fordern Baier-Müller und die Bürgermeister Söder auf, die beabsichtigte Verlängerung der Betriebsschließungen über Weihnachten nochmals zu überdenken.

Sollten die Betriebe wieder öffnen dürfen, würden alle Register gezogen, um im Fall der Bergbahnen einen sicheren und sorgsamen Sport an der frischen Luft und im Fall des Gastgewerbes einen sicheren Aufenthalt in kontrollierten Begegnungsorten zu ermöglichen. Die Oberallgäuer Destinationen würden gezielt auf das Naturerlebnis, nicht auf eine Partykultur wie etwa in Tirol setzen.

"Ohne das Weihnachtsgeschäft wird der mit den Schließungen verbundene wirtschaftliche Druck auf unsere Unternehmen weiter zunehmen", heißt es in der Resolution. Der erste Lockdown im Frühjahr habe bereits zu einem Verlust von etwa 136 Millionen Euro für den Tourismus geführt.

Großer Andrang an Tagestouristen zu erwarten

Zudem würden die Bergbahnen und Langlaufloipen eine Lenkungsfunktion bieten und zu einer Entzerrung des Tagestourismus beitragen. Im Falle einer weiteren Schließung wäre mit einem großen, unkontrollierten Andrang an Tagestouristen in anderen Bereichen zu rechnen. "Wir befürchten, dass eine Steuerung und Lenkung des Besucheraufkommens an den Feiertagen nicht mehr möglich sein wird", so die Politiker.

Bereits im Sommer mussten wegen der Besucherströme an mehreren beliebten Ausflugszielen Notparkplätze eingerichtet werden. "Sollten wir hier keine gemeinsamen Lösungen finden und der Druck auf einzelne Freizeitorte ein zumutbares Maß überschreiten, muss das Oberallgäu gegen den ungelenkten Tagestourismus vorgehen." Die Oberallgäuer Politiker bitten in diesem Fall um ein Verbot des Tagestourismus.

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