Nur jeder Dritte radelt mit Helm

Füssen/Ostallgäu | cl | Nicht locker lassen Polizei und Verkehrswacht mit ihren Aufklärungsaktionen über sicheres Radfahren. Erst vor drei Wochen informierten sie in Dietringen über die Wichtigkeit eines Fahrradhelms, nun fand die Aktion unter dem Motto 'Fahr Rad - aber sicher' am Allgäuer Überlandwerk in Füssen statt. Der passende Ort: Während der über fünfstündigen Aktion wurden über 2100 Radler gezählt. Die meisten freilich ohne Fahrradhelm: Insgesamt waren unter den Gezählten nur 718 mit und 1391 ohne Helm unterwegs.

Für die Verantwortlichen von Verkehrswacht und Polizei war dies angesichts ihrer flächendeckenden Aufklärungsarbeit ein 'mehr oder weniger frustrierendes Ergebnis', auch wenn sie mit den Zahlen an diesem Tag 'einigermaßen' zufrieden waren. 'Das erschreckende Ergebnis hat sich erst vor kurzem wieder bei zwei Fahrradunfällen gezeigt, bei denen die Radler vorne über den Lenker auf die Straße stürzten und sich schwere Verletzungen zuzogen', berichtet Polizeihauptkommissar Rainer Lutz und fügt hinzu: 'Beide Radfahrer fuhren ‚wie gewohnt’ ohne Helm, der ihnen in dieser Situation mit Sicherheit wertvolle Dienste geleistet hätte.'

Neben dem Appell, beim Radfahren einen Schutzhelm zu tragen, wurde auch auf das dem Verkehr angepassten Verhalten von Radfahrern eingegangen, um zu verhindern dass Unfälle überhaupt erst passieren. Ausgestattet mit dem Infomobil des Polizeipräsidiums Schwaben wurden diesmal neben den bereits bewährten Aktionselementen wie Schutzhelm-Präsentationen oder Helmtest auch Videofilme über sicheres Radfahren gezeigt.

Hauptattraktion war diesmal ein Fahrradsimulator, auf dem die Radler im 'Trockentraining' gefährliche Situationen meistern und ihre Reaktion testen konnten. Dazu Polizeioberkommissar Klaus Matzkat: 'Der Simulator kam sehr positiv an, nicht nur bei den Kindern und Jugendlichen.' Die gesamte Aktion sei positiv bewertet worden und in zahlreichen Gesprächen hätten die Radfahrer Verständnis für die Argumente von Verkehrswacht und Polizei gezeigt. 'Die Einsicht ist vorhanden, jedoch stellt sich die Frage, inwieweit das dann zuhause auch umgesetzt wird', meint Matzkat.

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