Kaufbeuren
Nun steht vielleicht Studieren an

Selbst noch einmal die Schulbank drücken, das könnte sich Heinz Simm in den nächsten Jahren gut vorstellen. Da sich der Rektor der Beethovenschule zum 1. August dieses Jahres in Altersteilzeit verabschiedet, hat er viel Zeit zum Studieren. «Philosophie interessiert mich sehr, vielleicht besuche ich einmal die Woche einen Kurs an der Uni in München», so Simm.

29 Jahre war der Oberbeurer als Schulleiter tätig, bis zu 700 Kinder galt es zwischenzeitlich zu verwalten. Im Jahre 1980 übernahm er als bislang jüngster Schulleiter im gesamten Ostallgäu die Volksschule in Hirschzell mit rund 100 Schülern. «In dieser Idylle brauchte ich nicht einmal eine Sekretärin», erinnert sich Simm und schmunzelt. Als er 16 Jahre später an die Grundschule nach Buchloe wechselte, umgaben ihn plötzlich über 500 junge Menschen und ein größeres Lehrerkollegium. Bis 2002 leitete Simm diese Einrichtung, anfangs war er zusätzlich noch als Klassenleiter tätig. «Das war wirklich ein Knochenjob, den ich auf die Dauer nicht hätte durchhalten können.»

Viel Überzeugungskraft

Da er aber immer Schulleiter werden wollte, fiel es ihm nicht allzu schwer, das Klassenzimmer gegen sein Büro einzutauschen. «So habe ich die Möglichkeit, mit Erwachsenen in Kontakt zu treten und dennoch junge Menschen um mich zu haben», erklärt der 62-Jährige. Sein Ziel sei es immer gewesen, für das Lehrerkollegium gute Arbeitsmöglichkeiten zu schaffen. Dabei ging es ihm nicht nur um passende Räume, sondern auch um eine gute Atmosphäre. «Ich glaube, das ist mir ganz gut gelungen, wichtig ist einfach, miteinander zu kommunizieren.» Mit viel Überzeugungskraft sei es Simm auch gelungen, die neue Grundschule in Buchloe auf den Weg zu bringen.

Bei deren Einweihung im Jahr 2007 weilte der Rektor aber bereits wieder in Kaufbeuren, da er 2002 die Stelle an der Beethovenschule angetreten hatte. «Das Arbeiten mit 250 Schülern war doch angenehmer und zudem habe ich mir viel Fahrerei erspart.» Simm kennt jeden seiner Schützlinge und die relativ kleinen Klassen führen immer wieder zu positiven Rückmeldungen von Seiten der Eltern. Der Schulleiter ist zufrieden mit seiner Arbeit und beendet seine Geschäfte mit ruhigem Gewissen. «Es ist wichtig, ein gutes Ende zu finden, sonst kann man, so glaube ich, nicht richtig loslassen.» Und das möchte Heinz Simm auf jeden Fall.

Seinen Nachfolger Christoph Vogg, derzeitiger Konrektor an der Jörg-Lederer-Schule, hat er bereits kennengelernt und einen positiven Eindruck gewonnen. «Ich habe ein gutes Gefühl», so Heinz Simm. Umso leichter fällt es ihm, sich auf den bevorstehenden Lebensabschnitt zu freuen, denn er möchte auch noch viel reisen. Asien etwa reizt ihn. Auch dafür gibt es an der Uni Studienangebote - zum Beispiel Sinologie (Chinesisch) oder Japanologie. Simm wird sicher nicht langweilig.

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