Video-Reportage
Notwendige Polizeiaktion oder Abzocke? 24-Stunden-Blitzmarathon im Allgäu

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Vom Donnerstag, den 21. April, bis zum Freitag läuft der Blitzmarathon der Polizei im Allgäu. In unserer Video-Reportage von der ersten Mess-Aktion dieser Art waren wir an einer Blitz-Stelle mit der Video-Kamera dabei.

Die Polizei habe den 24-Stunden-Blitzmarathon durchgeführt, um "das Bewusstsein der Verkehrsteilnehmer für Geschwindigkeitsbegrenzungen zu erhöhen", so Roland Schmölz, Polizeihauptkommissar der Verkehrspolizei in Kempten. Vorreiter war in den vergangenen Jahren Nordrhein-Westfalen, wo die Aktion bereits mehrfach lief.

An der mobilen Radarstation in der Kaufbeurer Straße in Kempten ging es am Donnerstag recht gemäßigt zu. Erhebliche Verstöße waren eher die Seltenheit. Die Fahrerin eines Mini Cooper muss für die Überschreitung von 31 km/h, also einer Geschwindigkeit von 81 km/h, mit einer Geldtrafe leben. Generell kam es eher zu geringen Überschreitungen im Bereich von Geschwindigkeiten zwischen 58 und 64 km/h - immerhin, trotz der vorherigen in den Medien.

Nach der Erfahrung von Roland Schmölz sind mobile Radarfallen nur teilweise wirksam. Eine Zeit lang halten sich Autofahrer in den überwachten Bereichen an die Tempoangaben, treten aber schon bald wieder aufs Gas. An festinstalltierten Blitzerstellen bremsen einige Verkehrsteilnehmer ebenfalls nur kurz ab. "Geldbußen schrecken selten ab", so der Polizeihauptkommisar.

Wenn die Polizei einen Autofahrer beim Rasen erwischt, zeigen sich die meisten Temposünder einsichtig. Dennoch hört Schmölz auch immer wieder typische Ausreden: "Ich habe das Schild gar nicht gesehen." "Ich bin in Eile."

Gegen den Vorwurf der Abzocke wehrt sich Roland Schmölz vehement. Jeder Fahrer könne sich an die vorgegebenen Geschwindigkeiten halten und komme dann, ohne einen Blitz auszulösen, durch die Radarfallen. Er selbst ist bisher ohne einen Strafzettel für zu schnelles Fahren ausgekommen. "Ich möchte auch privat ein Vorbild sein."

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