Pfronten
Nostalgie bei der «Meilenzeit»

Am Donnerstag beginnt in Pfronten die «Meilenzeit». Damit überbrücken die Gastronomen die zwei Wochen bis zur nächsten Pfrontener Musikmeile (siehe Infoblock). Mit dabei in der Reihe der Lokale ist heuer auch das Café «Fuchs». Wie damals, zu den legendären Zeiten, gibt es am Sonntag um 15 Uhr einen Tanznachmittag. Und wie damals, zu den legendären Zeiten, spielen Helmut Böck und seine Mannen auf.

Schon vor dem Krieg unter Leitung von Willi Fuchs I., war das Café populär weit über Pfronten hinaus. «Es war die einzige Möglichkeit, dass ein Bursch ein Mädle kennenlernt», erzählt Helmut Böck. Der war nach dem Krieg, in den 50er Jahren Stammgast im «Fuchs» - auf der Bühne mit seiner Band. «In der Saison haben wir sieben Mal die Woche gespielt, und sieben Mal war ausverkauft», so Böck. Mit dem Zug kamen die Leute bis aus Kempten. Bis Ende der 60er die Discos aufkamen und die Leute sich auch anders kennenlernen konnten.

Willi Fuchs II. baute danach um, die Riesen-Tanzfläche im ersten Stock verschwand. Die «Fuchsband» mit Helmut Böck, Alfred Sauter, Rudolf Mayer und Karl Manhard widmete sich Beruf und Familie - und trat vor etwa fünf Jahren fast gleichzeitig in den Ruhestand. «Wir trafen uns dann mal und haben bei mir zu Hause musiziert wie in alten Zeiten», so Helmut Böck.

Das blieb in Pfronten nicht ungehört. «Die haben uns bestürmt wegen eines Nostalgieabends.» Der fand 2005 natürlich im Café Fuchs statt. Stammgäste von früher, manche schon über 90, kamen in Scharen.

Vier Jahre später bat nun Willi Fuchs III., wie Vater und Großvater Konditor, die Fuchsband um eine Wiederholung dieses Abends. Und der findet nun am Sonntag als Nachmittagstanz im Rahmen der Pfrontener «Meilenzeit» statt. Swing der 30er und 40er Jahre, Schnulzen aus den 50ern. «Das Programm ist bis auf ein Stück genau das gleiche wie 1958», verspricht Helmut Böck Kontinuität und wahre Nostalgie. Mit dabei hat er übrigens einen ganz alten Jazzer - Max Eichhorn am Schlagzeug - und eine ganz junge Sängerin - Sara Doser, laut Böck «ein Naturtalent».

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