Noch ist nicht alles endgültig

Von Stephan Schöttl | Ostallgäu Die Vorbereitungen für die Kommunalwahlen am 2. März sind voll im Gange. Am vergangenen Donnerstag lief für die Kandidaten, Listen und Gruppierungen eine entscheidende Frist aus: Die Wahlvorschläge mussten im Landratsamt eingegangen sein, eine Zurücknahme ist seither nicht mehr zulässig. 'Allerdings gibt es noch Möglichkeiten, Wahlvorschläge nachzureichen', erklärt Ralf Kinkel, Wahlleiter der Landkreises Ostallgäu. Gibt es in Gemeinden bis 3000 Einwohner etwa gar keinen oder nur einen Anwärter auf das Amt des Bürgermeisters, darf bis 17. Januar ein zusätzlicher Kandidat nominiert werden. Ähnliches gilt für Gemeinderatslisten. 'Neue Listen dürfen aber maximal so viele Kandidaten erhalten, wie die bereits bestehenden', so Kinkel.

Eine weitere Chance: Liegt in einer Gemeinde nur ein Wahlvorschlag vor, kann dieser bis 21. Januar auf doppelt so viele Bewerber ergänzt werden, wie Ratsmitglieder zu wählen sind. 'Zum Beispiel: Eine Gemeinde hat zwölf Sitze im Rat. Bislang gibt es 14 Kandidaten. Dann darf die Liste bis zu dieser Frist auf insgesamt 24 Bewerber ergänzt werden', erklärt der Wahlleiter. Hier ein Überblick über die Situation in den einzelnen Kommunen:

l Eggenthal (1300 Einwohner): Hugo Greisel stellt sein Amt nach 18 Jahren als Bürgermeister zur Verfügung. Nach langem hin und her wurde mit Harald Polzer auch ein potenzieller Nachfolger gefunden. Für die Sitze im Gemeinderat bewerben sich Kandidaten auf drei verschiedenen Listen.

l Baisweil (1300 Einwohner): Thomas Steinhauser, seit 2002 im Amt, tritt erneut an - als einziger Kandidat. Zur Wahl stehen zudem zwei Listen.

l Irsee (1400 Einwohner): Bislang gibt es drei Listen in der Marktgemeinde. Amtsinhaber Andreas Lieb kandidiert erneut. Ob auch ein Gegenkandidat ins Rennen geht, ist unklar. Die 'Offene Liste' hielt sich bis zuletzt die Möglichkeit offen, einen Anwärter zu nominieren.

l Pforzen (2100 Einwohner): Nachdem Maximilian Haug nach 24 Jahren als Gemeinde-Chef nicht mehr zur Wahl antritt, gibt es mit Josef Freuding und Hermann Heiß zwei Kandidaten auf die Nachfolge. Die Anwärter für einen der zwölf Sitze im Gemeinderat treten auf drei verschiedenen Listen an.

l Rieden-Zellerberg (1300 Einwohner): Ludwig Landwehr tritt erneut an. Er hat keinen Gegenkandidaten - und das werde, so heißt es seitens der Verwaltungsgemeinschaft Pforzen, auch so bleiben. Erstmals gibt es nur eine Liste: Die Freie Wählergemeinschaft und die Junge Wählergemeinschaft formierten sich gemeinsam.

l Germaringen (3800 Einwohner): Ketterschwang, Ober- und auch Untergermaringen - jeder Ortsteil hat eine eigene Kandidatenliste. Für das Bürgermeisteramt kandidiert nur Amtsinhaber Kaspar Rager.

l Oberostendorf (1300 Einwohner): Karl Fischer setzte sich bei der Nominierung hauchdünn gegen seinen bisherigen Stellvertreter Helmut Holzheu durch und ist daher einziger Bürgermeisterkandidat. Für den Gemeinderat gehen Kandidaten auf zwei Listen ins Rennen.

l Westendorf (1900 Einwohner): Erich Negele wurde erneut nominiert. Einen Gegenkandidaten hat er nicht. Spannend wird der Kampf um die Plätze im Gemeinderat: Jeder der beiden Ortsteile hat seine eigene Liste.

l Kaltental (1700 Einwohner): Noch ist Manfred Hauser einziger Bürgermeisterkandidat. Dass er doch noch einen Gegner bekommt, glaubt er nicht. 'Vielleicht kommt von den Grünen noch was', sagt der 45-Jährige. Es gibt drei Gemeinderatslisten.

l Osterzell (700 Einwohner): Mit 71 Jahren macht Josef Fleschutz Schluss. Nachfolger soll sein bisheriger Stellvertreter Johann Strohhacker werden. Er ist auch Alleinkandidat in der Gemeinde. Zwei Gruppierungen nominierten Kandidaten für den Gemeinderat.

l Stöttwang (1900 Einwohner): Mit Amtsinhaber Richard Ficker tritt nur ein Bürgermeisterkandidat an, die Freie Wählervereinigung geht als einzige Listengruppierung in den Wahlkampf.

l Mauerstetten (3000 Einwohner): Einen 'heißen Tanz' um seine Nachfolge erwartet Alexander Müller, der nicht mehr antritt. Mit Wilhelm Reiß, Armin Holderried und Reinhold Albrecht gibt es gleich drei Anwärter. Letzterer benötigt bis 21. Januar allerdings noch 80 Unterschriften auf einer so genannten Unterstützerliste, um überhaupt zur Wahl zugelassen zu werden. 'Die wird er aber bekommen', ist sich Müller sicher. Um die Plätze im Gemeinderat bewerben sich die Kandidaten auf vier verschiedenen Listen.

l Biessenhofen (4000 Einwohner): Vier Kandidaten wollen das Erbe Erwin Fahrs antreten, der nach 17 Jahren nicht mehr kandidiert. SPD (Werner Scheifele), Freie Wähler (Werner Moll), ÖDP (Tom Nieberle) und die CSU/ÜWG (Wolfgang Eurisch) kämpfen um die Gunst der Wähler. Zu den Listen dieser Gruppierungen kommt eine weitere von Bündnis 90/Die Grünen.

l Ruderatshofen (1700 Einwohner): Obwohl Konkurrenz erwartet wurde, geht Amtsinhaber Johann Stich ohne Widersacher in den Wahlkampf. Die Bürger können bei der Wahl der Gemeinderäte Kandidaten auf drei Listen auswählen.

l Friesenried (1500 Einwohner): Einen Konkurrenten für Amtsinhaber Wolfgang Gerum gibt es nicht. Zur Wahl für den Gemeinderat stehen die Blöcktacher Bürgerliste sowie die Liste der Freien Wähler.

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