Nicht fanatisch, aber erfolgreich

Buchloe/Waal (evb). Beim Wettbewerb 'Jugend musiziert' haben es der 13-jährige Quirin Nebas aus Buchloe und die 16-jährige Maiko Sket aus Waal bis in den Landesentscheid geschafft - Quirin am Schlagzeug und Maiko am Klavier im Duo mit einem Tuba-Spieler. Die Schüler des musischen Gymnasiums in Marktoberdorf messen sich vom 29. März bis 3. April in Garmisch-Partenkirchen mit Musikern ihrer Altersklassen aus ganz Bayern.

'Schon als Dreijähriger habe ich überall getrommelt: mit den Händen auf dem Tisch oder mit Kochlöffeln auf Geschirr', erzählt Quirin. Dank seiner Hartnäckigkeit schenkten ihm seine Eltern bald ein kleines Schlagzeug. Mittlerweile geht er einmal pro Woche zum Unterricht und 'übt so viel wie nötig', was jedoch nicht besonders viel sei. 'Nur vor dem Wettbewerb habe ich täglich eine halbe Stunde eingeplant', erklärt er. Denn das zwölfminütige Programm bestehe nicht nur aus einem Schlagzeugsolo, sondern Quirin muss auch verschiedene Percussionsinstrumente und das Vibraphon beherrschen. Obwohl er bereits Auftrittserfahrung mit der Schul-Big-Band gesammelt hat und seit kurzem in zwei Rockbands spielt, war er kurz vor dem Vorspielen beim Regionalentscheid etwas nervös. 'Schwierig am Schlagzeug ist, dass man mit Händen und Füßen unabhängig verschiedene Rhythmen spielen muss', erklärt der Achtklässler. Dem Landeswettbewerb sieht er aber 'sehr locker' entgegen. Musik sei zwar ein wichtiger Bestandteil seines Lebens, denn Quirin spielt außerdem noch Gitarre und hört gerne Rockmusik. Er habe aber auch andere Hobbys, wie zum Beispiel das Malen, betont er.

So übt es sich leichter

Auch Maiko sieht dem Vorspielen in Garmisch gelassen entgegen. 'Mir geht es weniger ums Weiterkommen in die nächste Runde, als darum, mein Können zu verbessern.' Mit einem Ziel vor Augen falle ihr nämlich das Üben leichter. Sie und ihr Partner Florian Mayrhofer (Görisried) an der Tuba hatten sich erst eineinhalb Monate vor dem Wettbewerb entschieden, welche Stücke sie vorspielen wollen. Deshalb übten die beiden täglich über eine Stunde. Das Duo musste ein modernes Werk und eines aus der Romantik einstudieren. Diese Stücke werden sie demnächst im Landesentscheid zum zweiten Mal präsentieren. Ihre Chancen, noch eine Stufe weiter zu kommen, kann Maiko nicht einschätzen: 'Das kommt immer auf die Jury an. Manche mögen unseren Stil, andere nicht.'

Seit rund zehn Jahren spielt die junge Frau Klavier. An ihrem Instrument gefällt ihr, 'dass es sehr viele Stücke dafür gibt. Sogar ganze Orchesterstücke wurden für das Klavier umgeschrieben', erläutert sie. Ihr gefalle besonders Jazz und sie musiziere am liebsten mit anderen. Maiko bezeichnet sich als 'keine fanatische Musikerin': 'Normal übe ich ungefähr eine halbe Stunde am Tag.' Sie hat eben auch noch andere Dinge im Kopf: 'Ich spiele Tennis und mache Leichtathletik.'

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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