Freitag, der 13.
"Nicht! Das bringt Unglück!" - 13 absurde Aberglauben

Hokuspokus, dreimal schwarzer Kater: Auch bei schwarzen Katzen wird vielen Menschen mulmig.
  • Hokuspokus, dreimal schwarzer Kater: Auch bei schwarzen Katzen wird vielen Menschen mulmig.
  • Foto: Ralf Lienert
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In allen Epochen der Menschheitsgeschichte gab es Sagen, Mythen und Aberglaube. Glücksbringer, Vorhersagen und angeblich Unglück bringende Verhaltensweisen verunsichern auch heute noch viele Menschen.

Das sind 13 der absurdesten Aberglauben:

1. Freitag, der 13.: Am besten im Bett bleiben!

Was macht das Datum und den Wochentag so unheimlich? Dafür gibt es gleich ein paar Erklärungen. Jesus wurde an einem Freitag gekreuzigt. Beim letzten Abendmahl waren 13 Personen anwesend - inklusive Judas, dem Verräter. Im Tarot ist die 13. Karte die Todeskarte. Einige Unglücke und Katastrophen der Weltgeschichte fielen auf einen Freitag, den 13. Aber keine Angst: Genauso viele fallen auf alle anderen Tage im Jahr. Trotzdem: Vielen ist vor allem die Zahl "13" unheimlich. Flugzeuge verzichten auf die 13. Sitzreihe. Hotels, vor allem in den USA, verzichten auf Zimmer 13 oder auf den 13. Stock. Der Mensch mit seinen diffusen Ängsten bleibt halt ein Rätsel.

13 Fakten zu Freitag, dem 13. und der 13 als Unglückszahl gibt's in unserer Bildergalerie.

2. Den Schirm nur draußen aufspannen

Es regnet. Trotzdem darf man einen Regenschirm auf keinen Fall im Haus schon aufspannen. Tut man es dennoch, werden schlimme Dinge passieren... Dieser Aberglaube kommt aus der Zeit, als die meisten Schirme noch richtige Metallspitzen hatten. Einerseits konnte man beim Hantieren mit dem Schirm im engen Hausflur jemanden verletzen. Andererseits galt es bereits in früheren Zeiten als äußerst unhöflich, auf jemanden mit einer Metallspitze zu zeigen. Das kam dem Bedrohen mit einer Waffe gleich. Deswegen: Schirm erst draußen aufspannen.

3. Klopf auf Holz!

Dreimal auf Holz klopfen soll Glück bringen. Warum eigentlich? Und warum ausgerechnet Holz? Dieser Aberglaube kommt gleichermaßen aus dem Bergbau und aus dem Schiffs-Verkehr. Wollte ein Bergarbeiter wissen, ob die Holzbalken am Stollen halten, hat er am Balken geklopft. Helles Klopfen: stabiles Holz, alles gut. Dumpfes Klopfen: Balken morsch, Lebensgefahr! Ähnlich auf alten Segelschiffen. Matrosen prüften durch Klopfen die Planken und Maste. Man will ja mit einem guten Gefühl den Hafen verlassen.

4. Aberglaube in der Luftfahrt

Piloten haben eine besondere Verantwortung: Leben und Tod von oft hunderten Passagieren hängt von ihnen ab. Viele Piloten rauchen vor dem Start die letzte Zigarette nur halb. Den Rest erst nach geglückter Landung. Oder sie berühren das Heck das Flugzeuges. Das soll Glück bringen.

 5. 666 - The number of the beast

Ein Aberglaube aus der Bibel (Altes Testament): Die "666" ist die Zahl des Teufels. Warum genau, weiß man nicht so recht. Rein mathematisch natürlich Unsinn, der Teufel lässt sich nicht berechnen. Witziges Detail am Rande: Viele Airlines verwenden die "666" nicht als Flugnummer. Die Finnair schon. Der Flug von Kopenhagen nach Helsinki (HEL) hat Flugnummer "666". Flight 666 to HEL...

6. Mit nacktem Po ins Bett

Martin Luther soll das angeblich immer so gemacht haben. Um die bösen Geister abzuhalten. Naja.

7. Pfeifen im Theater verboten

In Theatern darf man nicht pfeifen. Das bringt angeblich Unglück. Historisch betrachtet, stimmt das sogar. Früher haben Gaslampen gepfiffen, wenn Gas ausgetreten ist. Dann wusste man: Achtung, Explosions- und Brandgefahr! Also durften nur die Lampen pfeifen, dann war die Panik zumindest gerechtfertigt.

8. Münzen ins Flugzeug-Triebwerk

In China hat mal eine alte Dame eine Handvoll Münzen in die Turbinen eines Flugzeugs geworfen. Die praktizierende Buddhistin wollte damit Glück und Sicherheit für den anstehenden Flug heraufbeschwören. Das hätte allerdings mit Münzen im äußerst sensiblen Flugzeug-Triebwerk in einer Katastrophe enden können. Flughafen-Mitarbeiter haben die Münzen wieder rausgeholt. Der Flug konnte erst Stunden später starten.

9. Feng Shui-Irrtümer

Die dreibeinige Goldkröte mit Münzen im Maul, aufgestellt in der "Reichtumsecke". Wer kennt sie nicht, die absurden Vorschläge von Feng-Shui-"Experten". Die Wahrheit ist: Die Goldkröte ist nichts anderes als ein chinesischer Glücksbringer. Davon gibt es reichlich und sie wirken wie jeder andere Glückbringer auch: aufmunternd. Mit Feng Shui an sich hat das nichts zu tun. Feng Shui sollte man verstehen als durchaus clevere Art, aus vorhandenem Wohnraum das Beste zu machen. Die Feng-Shui-Lehre ist hunderte Jahre alt und beinhaltet viel Know-How über Kommunikation und Miteinander. Man kann es auch als "Energiefluss" bezeichnen. 

10. Babybauch-Weisheiten: Junge oder Mädchen?

Spitzer Bauch, Lust auf Süßes? Wird ein Junge. Runder Bauch, Lust auf Saures oder Salziges? Wird ein Mädchen. Nunja. Die Chancen stehen 50:50. Insofern wirkt dieser Aberglaube natürlich besonders erfolgreich. Schließlich stimmt er in jedem zweiten Fall.

11. - 13. Mit Aberglaube zum Sieg: Glücksbringer im Fußball

Trainerlegende Udo Lattek hatte einen blauen Glückspulli. Den trug er als Manager des 1. FC Köln in der Saison 1987/88, im Hochsommer! Nach vierzehn gewonnenen Spielen in Folge war das Glückspotential des Wunderpullis anscheinend aufgebraucht. Köln hat verloren, Lattek zog den Pulli aus.

Der argentinische Torhüter Sergio Goycoechea hatte eine etwas merkwürdige Angewohnheit: Vor Elmetern urinierte er auf das Spielfeld. Ob das Glück gebracht hat, wer weiß. In jedem Fall hat es mal den Elfmeterschützen irritiert.

Englands Stürmer-Legende Gary Lineker hat beim Aufwärmen niemals auf das Tor geschossen. Er hatte Angst, dass er Tore "vergeuden" würde, die er dann im Spiel nicht mehr hätte schießen können. Hat er in der ersten Halbzeit kein Tor geschossen, hat er in der Pause das Trikot gewechselt. Man weiß ja nie.

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