Kaufbeuren
Nicht alle Soldaten auf dem Fliegerhorst bekommen die Spritze

Die Werbetrommel für die Impfung gegen die Schweinegrippe will Oberfeldärztin Silke Wruck, Leiterin des Sanitätszentrums Kaufbeuren, auf dem Kaufbeurer Fliegerhorst mit seinen rund 1500 Soldaten und Zivilbeschäftigten rühren. «Wir leben hier teils eng zusammen, da gibt es ein hohes Ansteckungsrisiko», erläutert sie. Eine Pflicht zur Impfung gebe es aber nur bei so genanntem «einsatzrelevanten Personal», wie es im Bundeswehrjargon heißt. Sprich: Soldaten, die zum Beispiel im Ausland eingesetzt werden. Doch der Kaufbeurer Fliegerhorst ist bekanntlich in erster Linie eine Schule für Luftwaffentechnik. «Deshalb gibt es bei uns wenig einsatzrelevantes Personal.» Für alle anderen, auch für Wehrpflichtige, sei die Impfung lediglich ein Angebot. Schlagzeilen hatte die Nachricht gebracht, dass Soldaten im Gegensatz zum großen Teil der Bevölkerung ein Präparat bekommen sollen, das keinen Wirkverstärker enthält (siehe auch oben stehenden Artikel). «Dabei hat die Bundeswehr das Mittel bestellt, noch bevor diese Diskussion überhaupt geführt wurde.» Diese ist für Wruck ohnehin unsinnig. Ob mit oder ohne Wirkverstärker - das mache aus ihrer fachlichen Sicht gar keinen Unterschied. «Ich würde auch den anderen Wirkstoff impfen.» Nun sei aber das andere Medikament bestellt worden. Verfügbar sei es ohnehin noch nicht, es soll demnächst eintreffen, so Wruck.

Nun werden auf dem Fliegerhorst erst einmal die Soldaten befragt, wer sich von ihnen überhaupt impfen lassen will.

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