Marktoberdorf
Neun Ren(n)tiere und viel kalte Luft

Schnee und eisige Temperaturen hatten ihnen sichtlich zugesetzt. Abgekämpft und ausgepumpt standen die Läufer im Ziel, schlürften heißen Tee und fachsimpelten atemlos über den fünften Nikolauslauf. Zehn Kilometer in den Beinen und viel kalte Luft in den Lungen.

Knapp anderthalb Stunden zuvor hatte Bürgermeister Werner Himmer - der wegen Knieproblemen nicht selbst mitlaufen konnte - den Startschuss für den Kinderlauf gegeben, an dem rund 700 Kinder vieler Schulen aus Marktoberdorf und Umgebung bunt als Engel, Nikoläuse oder Rentiere verkleidet teilnahmen. Leyla Emmenecker vom MTV Aalen hatte danach die Schülerkonkurrenz beherrscht, bevor der Hauptlauf mit vielen ehrgeizigen Sportlern eröffnet wurde. Doch es gab unter den fast 1000 Teilnehmern nicht nur verbissene Gesichter und mit Gerhard Emmenecker einen amtierenden Biathlé-Weltmeister, sondern auch jede Menge gute Ideen und noch bessere Laune zu sehen.

Neun Läufer und ein Schlitten

Hingucker des Tages waren zweifellos die «Ren(n)tiergruppe». Christian Stegmüller und seine acht Mitläufer hatten sich vor einen antiken Schlitten gespannt und sicherten sich so die Aufmerksamkeit der trotz des nasskalten Wetters zahlreichen Zuschauer, die sich mit Heißgetränken warm hielten und die Sportler lautstark anfeuerten. Die Zeit von unter einer Stunde fand «Ren(n)tier» Stegmüller einfach nur «super». Moderator Arno Jauchmann bewies - wie in jedem Jahr - ebenfalls große Kondition und begleitete nicht wenige Läufer auf den letzten Metern ins Ziel. Wie immer war auch Lokalmatador Georg Groß dabei. Mit seiner Zeit war er zufrieden, mit seinen das halbe Rennen offenen Schnürsenkeln weniger: «Ich konnte sie aber nicht zumachen, das hätte mich zu viel Zeit gekostet.»

«Viele, viele Hobbysportler»

Organisatorin Corinna Bruni zeigte sich nach dem fünften Nikolauslauf hoch zufrieden: «Es ist dank der vielen Helfer toll gelaufen. Wir haben super Läufer gesehen und vor allem viele, viele Hobbysportler. So soll es sein.» Die Tatsache, dass in diesem Jahr weniger Zuschauer als in den Vorjahren an der Strecke waren, störte Bruni wenig: «Das liegt wohl am Wetter», meinte sie treffend.

«Perfekt organisiert»

Auch Polizei und Rotes Kreuz vermeldeten einen störungsfreien Nikolauslauf: «Perfekt organisiert», so Klaus Wobst von der Marktoberdorfer Polizei. Eine perfekte Vorstellung lieferte auch Sieger Florian Popella ab.

Zwar stellte er keinen Streckenrekord auf, seine Leistung war trotzdem beachtlich: «Das war für mich ein Superrennen und ich war eigentlich nie in Schwierigkeiten», konstatierte der 26-Jährige nach seinem Sieg. Etwa eine Dreiviertelstunde nach Popella kamen die letzten Läufer ins Ziel. Erschöpft und fröstelnd, aber dafür glücklich. »Seite 31

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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