Neugablonz
Neugablonzer im Jagdfieber

Das Jagdfieber grassierte am Samstag in Neugablonz, und Schuld daran war die Saskaler Armee unter Führung ihres Hauptmanns Roland Zasche. Rund 30 Mitstreiter waren beim diesjährigen Faschingsball in der TVN-Turnhalle aktiv. Dort wurde schließlich Jagd gemacht auf ziemlich alles, was sich bewegte. Dass alles «brav» verlief, darüber wachten vom Hochsitz im Rückteil der Halle Ihre K.u.K. Majestät mit Herrn Seifenstein. Die beiden waren über aktuelle Vorgänge in und um Neugablonz außerordentlich gut informiert.

Über 200 Ballgäste in fantasievollen Kostümen vergnügten sich viele Stunden lang beim wilden Treiben - sei es tanzend aktiv oder eher passiv und dennoch hingerissen das Showprogramm verfolgend. Unter den Verkleidungen sah man allerlei heimisches Waldgetier wie etwa Fuchs und Hase oder Spinnen. Man erspähte wackere Forstleute, Jäger, Trapper und Waldläufer, aber auch Seeräuber, einen waschechten Traumschiffkapitän, einen Winnetou mit lichtem Haarschopf, einen Vamp aus den goldenen Zwanzigern oder einen Vampir. Viele Gäste waren dem Großwild-Jagdfieber verfallen und so erspähte man Leoparden- und Tigerfelle in allen Variationen.

Erwähnenswert auch die als Amor verkleideten bezaubernden jungen Frauen mit Herzchen-Flügeln und ein Pärchen im Jagdfieber der besonderen Art als Schnäppchenjäger ausstaffiert.

Weiße Beinkleider

Begonnen hatte der Abend mit dem lautstarken Einmarsch der Saskaler Armee in ihren prächtigen, ordensgeschmückten blauen K.u.K. Uniformröcken und engen weißen Beinkleidern. Hauptmann Zasche begrüßte die Ballgäste (« wir hätten schon noch ein paar mehr vertragen können!») und verlas den aktuellen Tagesbefehl. Man brauche dringend Wildbret, und dies sollten die Saskaler aus den Wäldern um Neugablonz herbeischaffen.

Der Jagdbeginn war wenig Erfolg versprechend: Die Waffen der tapferen Krieger waren so gut wie unbrauchbar, was der junge, schneidige Kommandant zackig und unter dem Beifall des Publikums feststellte. Um Ausreden waren die Männer nicht verlegen. Schließlich konnte jedoch unter Einsatz einer mächtigen Kanone mit einem ohrenbetäubenden Knall dann doch noch eine Wildsau erlegt werden.

Großen Beifall erhielten die famosen «Hupfdohlen» in ihren Bunny-Kostümen für ihre fetzigen Tanzdarbietungen zur Musik von Michael Jackson und Mando Diao. Eine ganze Serie von Sketchen rund um das lustige Jägerleben folgte. Immer wieder erhielten die Darsteller Applaus für ihr gelungenes Spiel. Natürlich durfte auch DSDS nicht fehlen, nur wurde in Neugablonz kein musikalischer Newcomer, sondern der «Jägermeister des Jahres 2010» ermittelt.

Den Wettbewerb entschied schließlich ein gewisser Peter vor Doris für sich.

Einen wahren Beifallssturm entfachte zum Schluss des Showblocks die Buttenriege, eine wohlbeleibte Fachabteilung der Saskaler. Ein verblüffend schlankes Mitglied versteckte die ansonsten eher barocke Truppe schamhaft in ihrer Mitte. Mit ihren mächtigen nackten Bäuchen und ihrem ebenso furiosen wie grazilen und filigranen Showact bewies die Riege zu den Takten von «Minnie The Moocher» eindrucksvoll, dass Leibesfülle kein Hindernis für eine gelungene Performance sein muss. Nach dem offiziellen Showprogramm oblag es den Ballbesuchern, den weiteren Abend zu gestalten. Sehr gekonnt wurden sie dabei von «Espresso» unterstützt. Die vierköpfige Showband schaffte es in den folgenden Stunden perfekt, die Tanzwütigen immer wieder aufs Neue zum Tanzen zu animieren.

Und auch die Bar war ständig im Belagerungszustand.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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