Marktoberdorf
Neues Zentrum der Sicherheit

Die Tonbandcassette wirkt in der mit modernster Technik vollgestopften Einsatzzentrale wie ein Relikt vergangener Tage. Ebenso die Schreibmaschine im Vernehmungszimmer. Mit Ausnahme dieser Überbleibsel sind die alten Zeiten für die Marktoberdorfer Polizei seit gestern offiziell vorbei. Innenstaatssekretär Gerhard Eck übergab im Kreise vieler Ehrengästen das neue Dienstgebäude an die rund 40 Beamten mit Inspektionsleiter Alfred Immerz an der Spitze.

Dabei hatte Polizeipräsident Hans-Jürgen Memel kurz zuvor noch den Gedanken an die Schreibmaschine aufgegriffen, um den Wandel in der Polizeiarbeit aufzuzeigen. Denn vor 50 Jahren, als die Beamten das alte Dienstgebäude an der Bahnhofstraße bezogen hatten, habe noch niemand geahnt, dass es eines Tages Internetkriminalität geben würde.

Hervorragende Aufklärungsquote

Weil eben die Anforderungen ständig steigen, sei es umso wichtiger, dass << alle bayerischen Polizeibediensteten für ihre anstrengende und verantwortungsvolle Tätigkeit optimale Arbeitsbedingungen vorfinden >>, griff Staatssekretär Eck den roten Faden auf. Ein solches Umfeld trage zum guten Betriebsklima, zur Zufriedenheit der Beschäftigten und damit zu guten Ergebnissen bei. Diese seien im Bereich der Polizei Marktoberdorf hervorragend.

<< Eine Aufklärungsquote bei den Straftaten des Jahres 2009 von 71,3 Prozent ist selbst in der Sicherheitshochburg Bayern absolute Spitze. >>

So wie er den Beamten für << professionelle Arbeit und unermüdlichen Einsatz >> zum Wohl von fast 38000 Bürgern im Inspektionsbereich dankte, so bezog er in seinen Dank auch alle jene ein, die sich ferner für den Neubau eingesetzt haben: Staatliches Bauamt, Ingenieurbüros, Handwerker, Politiker

Baudirektorin Cornelia Bodenstab beschrieb den Neubau - von Eberhard Knorr, Architekt beim Staatlichen Bauamt, konzipiert, vom Marktoberdorfer Architekten Christian Eger umgesetzt und vom Bauunternehmen Hubert Schmid errichtet - als << Haus, für Menschen gemacht >>. Es passe sich in Material und Maßstab in die Umgebung ein und sei das wohl erste Polizeigebäude mit Bäumen im Innenhof. Auch in Sachen Energiesparen nehme das Gebäude eine Vorreiterstellung ein.

Die Polizei sei nun << bestens gerüstet, um Sicherheit und Ordnung zu garantieren >>, freute sich der Inspektionsleiter über das Werk. Neben vielen anderen dankte er seinem Vorgänger Gerhard Kreis und der Abgeordneten Angelika Schorer, die seinerzeit den Stein ins Rollen gebracht hätten.

Bürgermeister Werner Himmer blickte auf die Oberdorfer Polizeigeschichte zurück, die bereits 1840 beginnt. Wie gut die Verbundenheit zwischen Kommune und Polizei ist, verdeutlichte er mit einer ungewöhnlichen Geste. Statt Brot und Salz, zum Einzug gern überbracht, spendierte die Stadt den Imbiss. Denn der wurde, wie er süffisant anmerkte, kurzfristig aus dem Etat gestrichen. Doch der Haushaltssperre, die häufig vor Jahresende verhängt wird, sollte das Buffet aus seiner Sicht nun wirklich nicht zum Opfer fallen.

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