Fischen / Schöllang
Neuer Standort im Rennen

Um die 500 Unterschriften gegen den Mobilfunkmasten neben der Schule, ein möglicher neuer Standort und weiterhin offene Fragen: Die Mobilfunk-Diskussion in Fischen geht in die nächste Runde. Bürgermeister Rölz machte im Gemeinderat unmissverständlich klar: Im Frühjahr wird das Provisorium im Ort verschwinden und ein neuer Mast gebaut - und zwar auf dem geeignetsten Gelände, das bis dahin zur Verfügung steht. Mehr als zehn Standorte hatte die Gemeinde in der Vergangenheit geprüft. Aus verschiedenen Gründen schieden diese aus - oder aber Fragen der Umsetzbarkeit sind nach wie vor ungeklärt.

l «Am Winkelholz U04b»: Fischen prüft inzwischen einen weiteren Standort für einen Mobilfunkmasten unter dem Arbeitstitel «Am Winkelholz U04b» an der Kreisstraße zwischen Schöllang und Oberthalhofen. Dieser wäre funktechnisch umsetzbar, das Fischinger Grundstück gehört der Gemeinde. Aber: Was die Strahlungswerte angeht, wäre dies wohl nicht der geeignetste Standort.

l «Bermer Holde»: Geprüft werden soll laut Rölz derzeit noch der Standort «Bermer Holde». Diesen hatte die Bürgerinitiative Schöllang wieder ins Spiel gebracht, sie will ihn nun erneut untersuchen lassen. Offen sei hier, so der Gemeindechef, ob der Standort funktechnisch überhaupt umsetzbar wäre. Inzwischen ausgeschieden sei der Standort «Golfplatz» - auch diesen wollte die Bürgerinitiative noch einmal überprüft wissen.

Jetzt steht fest: Um die Strahlung von hier aus entsprechend zu lenken, wäre ein zweiter Mast notwendig - das kommt für Fischen nicht in Frage.

l «Illerweidach»: Des Weiteren steht laut Rölz noch der Standort Illerweidach zur Diskussion. Dieser wäre funktechnisch wohl gerade noch machbar, allerdings ist die Grundstücksfrage offen.

l «Schöllanger Burg»: Zum Standort Schöllanger Burg verwies Gemeindechef Rölz auf «Proteste von allen Seiten» - und fügte an: Ob diese vernünftig seien, sei eine andere Sache. Dem Gemeinderat Fischen gehe es darum, einen möglichst strahlungsarmen Standort zu finden. Dabei habe das Gremium wohl dem Landschaftsbild weniger Gewicht eingeräumt als Teile der Bevölkerung.

Einen versteckten Appell richtete Rölz an die Schöllanger: «Wenn sich Kirche, Bürgerschaft oder der Markt Oberstdorf nicht für diese Lösung erwärmen können, ist das so, wie es ist. Vielleicht scheidet der Standort mit der niedrigsten Strahlung aus. Ich hoffe, dass das nicht irgendwann, irgendwen reut.»

«Verantwortungslos, wenn wir Provisorium länger dulden»

Rölz betonte: Der Gemeinderat stehe gegenüber den Bürgern in der Pflicht - im Frühjahr werde ein Mast gebaut. Jeder der Standorte wäre von der Strahlung her geeigneter als das Provisorium.

Direkt vor der Sitzung hatte die Fischingerin Anneliese Weber dem Gemeindechef rund 500 Unterschriften gegen das bestehende Provisorium nahe der Schule überreicht und richtete folgende Worte an den Rat: «Wir alle sind verantwortungslos, wenn wir den Mast länger dulden. Wir übergeben die Verantwortung für unsere Kinder jetzt in Eure Hände.»

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