Buchloe / Ostallgäu
Neuer Name und neue Chance

Unisono begrüßen Ostallgäuer Hauptschulleiter die Einführung der Mittelschulen. Sie sehen darin die Möglichkeit, die Schulform zu stärken und die Chance, kleine Standorte vor der Schließung zu bewahren.

«Friesenried ist eine wirklich gut funktionierende Hauptschule», sagt ihr Schulleiter Franz Schweiger und verweist auf über 90 Prozent der Neuntklässler, die im vergangenen Schuljahr den Qualifizierenden Hauptschulabschluss geschafft hätten. Friesenried ist aber mit gerade einmal 88 Schülern auch die kleinste Hauptschule im Landkreis. Der Verbund mit anderen Hauptschulen schenke Friesenried Zeit, so Schweiger: «Wenn nichts geschieht, ist das Ende unserer Hauptschule sicher.» Dank Mittelschule könne der Standort als Hauptschule zumindest mittelfristig überleben. Mit 229 Schülern befindet sich die Hauptschule Pfronten im Mittelfeld. Schulleiter Robert Hackenberg mag sich noch nicht festlegen, welche Auswirkungen die Einführung der Mittelschule auf seine Schule haben könnte. «Wir müssen schauen, was das Beste für die Schule ist.

» Er warnt vor der Gefahr, dass kleinere Schulen eigene Angebote an den Verbund abgeben und damit als Standort weniger attraktiv werden. Gleichzeitig begrüßt er die Reform als Reaktion auf die rückläufigen Schülerzahlen.

Die Hauptschule Marktoberdorf ist mit 570 Schülern die größte im Landkreis. Für sie ist die Umstellung auf Mittelschule tatsächlich nur eine Umetikettierung. «Wir erfüllen seit mindestens drei Jahren alle Anforderungen der künftigen Mittelschule», sagt Schulleiter Günter Frank. Sein Haus könnte also ohne Mehraufwand und ganz alleine zur Mittelschule werden, ohne einen Verbund mit anderen Schulen bilden zu müssen.

Die Reform findet er «vom Prinzip richtig, aber leider zu spät». Sie hätte schon bei der Einführung der sechsstufigen Realschule Anfang des Jahrzehnts gemacht werden müssen, so Frank. Als dadurch die Schüler schon ab der 5. statt erst ab der 7. Klasse die Realschule besuchen konnten, brach die Zahl der Fünft- und Sechstklässler an den Hauptschulen ein.

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