Bildung
Neuer Name soll Image der Berufsfachschule für Hauswirtschaft in Memmingen aufpolieren

Ab September hat die 'Berufsfachschule für Hauswirtschaft' in Memmingen ein neues – und damit um einiges längeres – Namensschild. Denn die neue Bezeichnung lautet 'Berufsfachschule für staatlich geprüfte Assistenten für Ernährung und Versorgung'. Mit dem geänderten Namen soll das 'verstaubte Image vom Kochen und Putzen' weggefegt werden, erklärt Schulleiter Reinhard J. Vetter gegenüber der Memminger Zeitung.

Aber das ist noch nicht alles: Der Name wird komplizierter, aber er bringt auch zwei Neuerungen mit sich, die von der Schulleitung als äußerst positiv bewertet werden: Zum einen können die Schüler der neuen Variante Schwerpunkte wählen, zum Beispiel 'Gastronomie und Tourismus' oder 'Grundversorgung und Betreuung älterer Menschen'.

Zweijährige Ausbildung

Die zweite Änderung, die mit dem neuen Namen einhergeht: Die Ausbildung zum 'Staatlich geprüften Assistenten für Ernährung und Versorgung' kann in nur zwei Jahren absolviert werden. Bisher waren bei der Ausbildung zum Hauswirtschafter drei Jahre Pflicht. Eine Verkürzung ist aber nur dann möglich, wenn die Schüler bereits einen mittleren Bildungsabschluss in der Tasche haben.

'Mit Blick auf den demografischen Wandel wird dies sicherlich der Renner auf dem Markt', sagt Friederike Stechele über den neuen Baustein 'Betreuung älterer Menschen', den die Schüler ab Herbst wählen können. Und das Modul 'Gastronomie und Tourismus' mache die jungen Männer und Frauen zu 'Sahneschnitten für jedes Hotel'.

Stechele ist die Außenstellen-Leiterin der Memminger Berufsfachschule, die als Ableger zur staatlichen Berufsschule Mindelheim gehört. Diese wiederum wird von Vetter geleitet.

Um die neuen Schwerpunkte im Stundenplan unterzubringen, soll an anderer Stelle 'leicht gekürzt werden', so Stechele. Genaueres steht allerdings noch nicht fest: 'Noch ist alles ein bisschen unausgegoren', meint Stechele und verweist auf das bayerische Kultusministerium.

Die Außenstellen-Leiterin glaubt, dass der Wegfall des Titels 'Hauswirtschaft' den Schülern helfen wird, bei der Frage nach dem Ausbildungsberuf 'nicht mehr blöd angesprochen zu werden, so nach dem Motto ,muss man Kochen und Putzen denn jetzt schon in der Schule lernen?''

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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